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Irrer Suff-FlugMann schnappt sich Flugzeug und rast auf Atomkraftwerk zu

Kleinflugzeug vom Typ Cessna

Copyright: IMAGO/ZUMA Press Wire

Kleinflugzeug vom Typ Cessna (Symbolbild)

Wahnsinns-Aktion in Ungarn: Ein Betrunkener kapert ein Kleinflugzeug, Ziel: Atomkraftwerk. Doch die Luftwaffe war ihm schon auf den Fersen.

Ein unfassbarer Vorfall sorgte am Samstag in Ungarn für helle Aufregung. Ein junger Mann (24) entwendete gegen 10.20 Uhr vom Airport Kalocsa eine kleine Maschine des Typs Piper PA-28. Der Flieger, der in Frankreich zugelassen ist, hob mit dem Mann am Steuer ab und startete eine hochdramatische Jagd am Himmel.

Der Flug entwickelte sich zu einer extremen Bedrohung, da der Mann geradewegs das Atomkraftwerk Paks anvisierte. Wie Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi erklärte, hatten die Streitkräfte Ungarns das Flugobjekt sofort nach dem Start auf dem Schirm. Unverzüglich wurde gehandelt: Von der Militärbasis Kecskemét starteten zwei Abfangjäger. Das berichtet „Stern“.

Bruchlandung im Feld und irre Flucht

Für das Areal um das Kernkraftwerk existiert eine strikte Flugverbotszone. Diese erstreckt sich in einem Umkreis von drei Kilometern vom Erdboden bis in eine Höhe von beinahe 6000 Metern. Kaum waren die Abfangjäger in der Luft, setzte die kleine Maschine auch schon zur unsanften Landung auf einem Acker bei der Ortschaft Gerjen an, ganz in der Nähe des AKW.

Durch die harte Landung nahm das Flugzeug Schaden, das Fahrgestell knickte weg und die Maschine neigte sich zur Seite. Der Pilot hatte pures Glück und kam ohne Verletzungen davon. Während die zwei Militärmaschinen die Szenerie aus der Luft überwachten, eilten ein Rettungshelikopter, die Polizei und die Feuerwehr zum Ort des Geschehens.

Aber das war noch nicht das Ende der Wahnsinns-Tour. Man fand den Piloten wenig später an einer Landstraße. Ein hilfsbereiter Autofahrer hielt an, doch der 24-Jährige sprang sofort in das Auto und wollte davonrasen. Ein Mitfahrer verhinderte aber die Flucht. Die herbeigerufene Polizei setzte den Mann fest. Nach Aussage der Einsatzkräfte stand er unter Alkoholeinfluss und wirkte desorientiert. Ob auch andere Rauschmittel eine Rolle spielten, wird noch geprüft. Er muss sich jetzt wegen diverser Straftaten verantworten. (red)

Einsatzkräfte einer Polizeihundertschaft durchsuchen großräumig die Umgebung. Nach der Sabotage am Stromnetz in Südbrandenburg sucht die Polizei vor Ort weiter nach Spuren, um die Täter zu ermitteln.
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