Attentat auf Drogen-Neffe: SEK fasst einen der Schützen
Schüsse auf Drogen-NeffenSpezialkräfte fassen mutmaßlichen Schützen in Niedersachsen

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Die Polizei unmittelbar nach dem Anschlag am Tatort. (Archivbild)
Riesen-Erfolg für die Polizei in Düsseldorf! Nach dem Attentat auf den Verwandten eines Drogen-Paten klickten jetzt die Handschellen. Eine Spezialeinheit hat einen Mann festgesetzt, der als einer der Schützen gilt.
Die Festnahme fand schon am Dienstag im niedersächsischen Hameln statt. Ein 39 Jahre alter Syrer wird verdächtigt, zu den zwei Tätern zu gehören. Diese feuerten am 30. Dezember 2023 mitten in Düsseldorf auf einer belebten Straße zehn Kugeln auf einen 40-jährigen Mann im Taxi ab. Staatsanwalt Murat Ayilmaz hat dies auf Anfrage der dpa mitgeteilt. Wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes befindet sich der Mann jetzt in U-Haft.
Sieben Treffer: Wie der Mann dem Tod entkam
Die Attacke war unfassbar brutal. Insgesamt sieben Projektile trafen den 40-Jährigen. Dass der Mann noch lebt, grenzt an ein medizinisches Wunder, eine sofortige Not-OP rettete ihn.
In diesem Fall ist es schon die dritte Person, die festgesetzt wurde. Bereits im Januar klickten bei einem Verdächtigen die Handschellen, der als Halter des Fluchtautos gilt. Die Justiz wirft ihm Beihilfe zum versuchten Mord vor. Ein 22-jähriger Mann wurde zudem im März in Gelsenkirchen gefasst. Er soll auch geschossen haben und befindet sich, genau wie der jetzt geschnappte 39-Jährige, wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.
Fahndung läuft: Ein Komplize ist noch flüchtig
Bei der Durchsuchung der Wohnung des 22-Jährigen fanden die Beamten damals ein Sturmgewehr sowie eine zusätzliche Schusswaffe. Der Staatsanwalt wollte aus ermittlungstaktischen Erwägungen keine Details preisgeben, wie man dem Trio auf die Schliche kam. Er sprach der Düsseldorfer Polizei jedoch ein großes Lob für die „hervorragende“ Arbeit aus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird nach einem weiteren Komplizen noch gefahndet.
Brisante Verbindung: Opfer demonstrierte für Drogen-Onkel
Die Hintergründe des Verbrechens sind explosiv: Der Mann hatte kurz vor dem Angriff an einer Demonstration vor dem Konsulat der Niederlande in Düsseldorf teilgenommen. Bei der Aktion wurde die Entlassung seines Onkels verlangt. Dieser Onkel ist ein berüchtigter Drogen-Pate, der seit langer Zeit in einem niederländischen Gefängnis einsitzt und den Spitznamen „Pablo Escobar Europas“ trägt.
Nach der Demo befand sich sein Neffe in einem Taxi auf der Fahrt zurück zum Hauptbahnhof. Plötzlich sprangen zwei Angreifer aus einem Auto und begannen zu schießen. Der Staatsanwalt gab aktuell keine Auskunft darüber, ob die Verdächtigen als Auftragskiller agierten oder zu einer verfeindeten Drogen-Gang gehören. Zuerst meldete das Portal „Dewezet“ den Vorfall. (dpa/red)
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