Ein Zoff um einen alten Laster führt zum großen Knall.
Paukenschlag in Sachsen-AnhaltKomplette Feuerwehr wirft hin

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Utrecht: Feuerwehr im Großeinsatz nach Explosionen.
Ein Hammer in Diesdorf, Sachsen-Anhalt! Die gesamte Freiwillige Feuerwehr, bestehend aus 33 Einsatzkräften, hat im Dezember kollektiv ihren Dienst beendet. Auslöser für diese radikale Entscheidung ist eine heftige Auseinandersetzung wegen eines Einsatzwagens.
Mittelpunkt der Auseinandersetzung ist der „Diesdorf 52“, ein 39 Jahre alter Mercedes Unimog, der zu einem Feuerwehrfahrzeug umfunktioniert wurde. Schon im Frühling des vergangenen Jahres entschied die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, den Wagen mit Stichtag 30. November 2025 aus dem Betrieb zu nehmen. Der absolute Knüller dabei: Es ist kein Ersatzfahrzeug vorgesehen. Das berichtet „t-online“.
In einer ausführlichen Erklärung, die bei Facebook gepostet wurde, ließen die Einsatzkräfte ihrem Frust freien Lauf. Sie heben hervor, dass der betagte Unimog weiterhin voll funktionsfähig und insbesondere dringend gebraucht wird. Der Feuerwache würde ohne den Wagen die „notwendige Technik“ für diverse Einsätze fehlen. Eine angemessene Reaktion auf ernste Verkehrsunfälle, heftige Unwetter oder Gebäudeeinstürze sei dann nicht mehr gewährleistet.
Die Einsatzkräfte zeichnen ein düsteres Bild und befürchten, bei Notfällen tatenlos bleiben zu müssen. „Für uns als Feuerwehrleute ist das eine der schwierigsten Situationen überhaupt: Wir sind vor Ort, sehen verletzte Menschen, hören ihre Hilferufe – und können nicht sofort handeln, weil uns die Ausrüstung fehlt“, steht in dem Statement. Genau diese Befürchtung habe die Truppe zu ihrer drastischen Maßnahme getrieben: „Wir haben unseren Dienst niedergelegt, weil wir für eure Sicherheit kämpfen und einstehen.“
Daniel Rieck, der Bürgermeister von Diesdorf, sprach mit der „Bild“-Zeitung und erkennt hauptsächlich festgefahrene Positionen. Die Aktion der Feuerwehr sei seiner Meinung nach zwar verständlich, aber zugleich „sehr schwer rückgängig zu machen“. Es gab wohl Kompromissangebote, etwa habe die Kommune vorgeschlagen, sämtliche Kosten für den „Diesdorf 52“ zu tragen. An der Entscheidung der Verbandsgemeinde änderte dies jedoch nichts. Rieck nimmt an, dass keine von beiden Parteien einlenken möchte, um keinen Ansehensverlust zu erleiden. (red)
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