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Minus 55 Grad & Schnee-ChaosRussland versinkt im Eis-Wahnsinn

Winterliche Stadtlandschaft im Nebel von Alexander Manzyuk

Kälte-Glocke hüllt Russland in extremen Frost (Symbolbild).

Russland zittert vor extremer Kälte und riesigen Schneemassen.

Russland erstarrt in einer gnadenlosen Kältewelle, die große Teile des Landes lahmlegt. Der Süden Sibiriens ist von der Eiseskälte besonders schlimm betroffen. In Gegenden wie Tomsk, Kemerowo, Nowosibirsk und Irkutsk stürzt das Thermometer auf Werte, die bis auf minus 53 Grad fallen. Im Norden von Jakutien und in Zentral-Krasnojarsk hat man sogar schon minus 55 Grad registriert. Das Wetterzentrum Russlands gibt eine Warnung aus und spricht von einem „extrem gefährlichen Frostniveau“.

Auch der europäische Teil von Russland erlebt Temperaturen, die weit unter dem Normalwert liegen. In der Region um die Hauptstadt prognostizieren Wetterexperten für die Nächte vom 17. auf den 18. Januar Werte, die auf minus 22 Grad fallen. Lokal sind sogar Tiefstwerte von minus 26 Grad möglich. Der Meteorologe Michail Leus berichtet, dass die Nacht auf den 16. Januar in Moskau schon die frostigste seit zwei Wochen war. Am Wochenende soll die Kältewelle ihren Höhepunkt erreichen, wobei in Orten wie Samara, Kasan und Pensa die Temperatur auf eiskalte minus 25 Grad stürzt. Das berichtet „t-online“.

Im Ural wird die Situation ebenfalls immer dramatischer. Weil in der Region Kurgan Temperaturen erwartet werden, die auf bis zu minus 40 Grad fallen können, hat das zuständige Ministerium für Katastrophenschutz mobile Lager sowie Rettungsteams mit 100 Einsatzkräften und 26 Fahrzeugen mobilisiert. Mobile Aufwärmstationen wurden in der Nachbarregion Tscheljabinsk entlang der Hauptverkehrsstraßen aufgestellt. Bei Werten von unter minus 42 Grad kam es in mehreren Ortschaften schon zu Stromausfällen. Besonders schlimm war es im Dorf Malinowka, das fast einen kompletten Tag ohne Strom auskommen musste. Wie der Bezirksleiter Jewgeni Waganow mitteilte, hat man in Schulen auf dem Land Notquartiere für die Bevölkerung geschaffen.

Während Frost das Zentrum und den Osten beherrscht, haben die Gebiete im Fernen Osten mit einer üblen Kombination aus Kälte, Schneestürmen und starkem Wind zu kämpfen. Für Kamtschatka und Tschukotka werden Windstärken prognostiziert, die bis zu 28 Meter pro Sekunde erreichen. Am 16. Januar wurde in Petropawlowsk-Kamtschatski der Notstand verhängt. Der Bürgermeister, Jewgeni Beljajew, sprach eine Warnung vor Lawinen und von Dächern stürzenden Schneeladungen aus, nachdem schon am 15. Januar zwei Personen durch eine Dachlawine gestorben waren. Auf Kamtschatka gibt es seit dem 12. Januar ununterbrochenen Schneefall. Ein zweiter Zyklon sorgte ab dem 14. Januar für orkanartige Böen, die bis zu 38 Meter pro Sekunde erreichten. Der Schnee erreicht mancherorts die Höhe eines siebenstöckigen Gebäudes, weshalb die Einwohner Gänge zu ihren Häusern freischaufeln müssen.

Eine total verrückte Wettersituation spielt sich kurioserweise in Jakutien ab, das eigentlich als einer der frostigsten Plätze auf der Erde gilt. Die Temperaturen liegen dort, so Roman Wilfand vom Hydrometeorologischen Zentrum, aktuell 8 bis 12 Grad über dem Normalwert. In der Nacht werden ungefähr minus 35 Grad gemessen, während das Thermometer am Tag auf etwa minus 30 Grad ansteigt. Das sei für Jakutien „ungewöhnlich warm“, so Wilfand. Verursacht wird diese seltene Warmperiode durch die untypische Verschiebung eines Hochdruckgebiets. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.