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Es wurde 2018 eingeführtPakistan streicht Selbstbestimmungsgesetz für Transmenschen wieder

Ein schwules Paar bedeckt sich mit einer Pride Flagge, während sie für ein Foto in Uganda posieren.

Ein schwules Paar bedeckt sich mit einer Pride Flagge, während sie für ein Foto in Uganda posieren. Die Aufnahme dient hierbei als Symbolfoto.

Plötzliche Wende nach fünf Jahren: In Pakistan dürfen transgeschlechtliche Menschen ihr offizielles Geschlecht künftig nicht mehr selbst wählen.

In Pakistan dürfen transgeschlechtliche Menschen ihr offizielles Geschlecht künftig nicht mehr selbst wählen. Das entschied ein Gericht in dem südasiatischen Land am Freitag (19. Mai 2023). Das bisher geltende Gesetz sei nicht vereinbar mit den Empfehlungen des Islam, sagte ein Sprecher am Gericht der Deutschen Presse-Agentur. Seit 2018 durften Transmenschen in Pakistan selbst bestimmen, ob sie sich offiziell als männlich, weiblich oder als sogenanntes drittes Geschlecht eintragen lassen.

Das 2018 eingeführte Gesetz hatte für viel Gegenwind aus der konservativ-muslimischen Gesellschaft gesorgt. Die Transgender-Gemeinschaft wolle nun wiederum gegen seine Streichung vorgehen und Berufung beim Obersten Gericht einlegen. „Wir lehnen die heutige Entscheidung ab“, sagte Aktivistin Nayyab Ali der dpa.

Schlag für queere Community: Pakistan streicht wichtiges Gesetz

Als Transmenschen werden Personen bezeichnet, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen. In Pakistan werden dazu auch jene Menschen gezählt, die mit einem Körper geboren wurden, der nicht eindeutig männlich oder weiblich ist. Das Gesetz verbietet ihre Diskriminierung – dennoch leben Transgender in Pakistan oft am Rande der Gesellschaft. Neben Belästigung kommt es auch immer wieder zu Fällen von Tötung und Verschleppung.

Im Januar dieses Jahres führte Sindh als erste Provinz Pakistans eine Quote für transgeschlechtliche Menschen in Lokalregierungen ein. Im September vergangenen Jahres rief Pakistan eine Telefon-Hotline ins Leben, bei der sich transgeschlechtliche Menschen im Falle einer Belästigung melden können. (dpa)