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Mega-Razzia gegen Nazi-JugendSchlag gegen gewaltbereite Teenager auch in NRW

Polizeifahrzeug mit Blaulicht und Notrufnummer 110

Copyright: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Polizeifahrzeug mit Blaulicht und Notrufnummer 110.

Sie nennen sich „Jung und Stark“, sind teils erst 16.

Ein Großeinsatz in den frühen Morgenstunden! Die Bundesanwaltschaft und das BKA haben eine gewaltige Aktion ins Rollen gebracht. Im Fadenkreuz: zwei Jugendgruppen vom rechten Rand. In insgesamt zwölf Bundesländern wurden circa 50 Wohnungen und Gebäude gefilzt, mit einem deutlichen Fokus auf Nordrhein-Westfalen, Sachsen und die Hauptstadt Berlin. Die Untersuchungen zielen auf 36 Beschuldigte, ein Großteil von ihnen noch im Teenageralter. Der jüngste Verdächtige ist gerade einmal 16 Jahre alt.

Der Vorwurf hat es in sich: Gründung einer kriminellen Vereinigung. Mit der Aktion wollen die Ermittlungsbehörden vor allem die internen Strukturen und die Verbindungen der Gruppierungen „Deutsche Jugend Voran“ (DJV) sowie „Jung und Stark“ (JS) offenlegen. Zu Festnahmen kam es während des Großeinsatzes vorerst nicht. Das berichtet „DER SPIEGEL“.

Hetze im Netz und gewalttätige Übergriffe

Die Angehörigen der Gruppierungen, welche sich ab Sommer 2024 formierten, werden als militant und zu Gewalt neigend betrachtet. Sie wurden wiederholt durch rohe Übergriffe auf Andersdenkende auffällig. Ihre Feindbilder sind deutlich umrissen: Menschen mit Migrationshintergrund, queere Personen und politisch Linke.

Über soziale Medien wie Instagram oder Tiktok rekrutieren sie neue, oft minderjährige Anhänger und koordinieren sich in Chat-Foren. Sie inszenieren sogar eine Art von „Jagd“ auf vermeintliche Pädophile. Mit Störaktionen bei Umzügen zum Christopher Street Day und gewaltsamen Attacken auf politische Kontrahenten zogen sie rasch die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden auf sich.

Das Milieu steht schon länger unter Beobachtung

Der Zugriff der Ermittler ist nicht die erste Aktion dieser Art gegen das Milieu. Bereits im Vorjahr hatte das Landeskriminalamt Berlin diverse Objekte von vermuteten Angehörigen der „Deutschen Jugend Voran“ durchforstet. Ein Kopf der Gruppierung verbüßt schon seit dem Frühjahr 2025 eine mehrjährige Gefängnisstrafe – unter anderem, weil er wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt wurde.

Der Ermittlungsdruck scheint Früchte zu tragen. Fachleute für Sicherheit bemerken bei der Gruppierung „Jung und Stark“ bereits Tendenzen zum Zerfall. In einem separaten Fall aus dem Umfeld der jungen Neonazis findet in Hamburg seit März ein Gerichtsverfahren gegen Angehörige der „Letzten Verteidigungswelle“ statt. Ihnen wird unter anderem die Brandstiftung in einem Kulturzentrum in Brandenburg sowie ein Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Thüringen zur Last gelegt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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