Mega-Zoff auf der Sonneninsel! Ein Polofeld sorgt für Riesen-Ärger.
Urlaubs-Paradies in Gefahr?Zoff um Polo-Anlage auf Mallorca eskaliert

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Küstenlandschaft mit Sandstrand, Meer, Booten und Vegetation.
Auf der beliebten Ferieninsel Mallorca gibt es mächtig Ärger. Ein erbitterter Konflikt entzündet sich an der Polo-Anlage Sa Barralina in Campos, unweit des bekannten Naturstrands Es Trenc. Der Zoff eskaliert, weil die ursprünglich illegal gebauten Plätze im Nachhinein für rechtmäßig erklärt wurden.
Im Balearen-Parlament läuteten am Dienstag (21. April) bei der Partei Més per Mallorca die Alarmglocken. Die Sorge ist groß, die Regierung könnte den Schutz für den Naturpark Es Trenc lockern wollen. Der Sprecher von Més, Lluís Apesteguia, führte aus, dass die Regierungspartei PP einen neuen Änderungsantrag vorgelegt hat. Damit sollen die Vorschriften für Strandbars an das weniger strenge spanische Recht angeglichen werden. Ein zusätzlicher Vorstoß könnte es sogar erlauben, das Schutzgesetz für den Naturpark Es Trenc-Salobrar einfach per Dekret zu modifizieren. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Regierungschefin weist Vorwürfe als „Fake News“ zurück
Ministerpräsidentin Marga Prohens konterte die Anschuldigungen mit einer Prise Spott. Ihre einzigen Absichten bezüglich Es Trenc seien, „dort vielleicht einmal baden zu gehen, sofern es mein Terminkalender zulässt“, erklärte sie, was ihr Beifall von der Regierungsbank einbrachte. Die Regierungschefin stellte klar, dass der Schutzstatus nicht angetastet werde und stempelte die Behauptungen von Més als „Fake News“ ab. Prohens verteidigte das Vorgehen damit, dass „alle Naturparks per Dekret geregelt werden, sogar der Nationalpark Cabrera“.
Doch die Sache hat eine pikante Vorgeschichte. Im Jahr 2023 hatte die deutsche Betreibergesellschaft des Polofeldes Klage gegen den Bewirtschaftungsplan für das Areal Es Trenc-Salobrar eingereicht. Brisant: Nach einem Gespräch mit Regierungschefin Prohens wurde diese Klage – ebenso wie die anderer Unternehmer – wieder fallengelassen. Més deutete an, Prohens könnte den Unternehmern als Gegenleistung ein „Versprechen“ zur Lockerung der Schutzbestimmungen gemacht haben.
Auch Umweltschützer laufen Sturm
Die Anlage Sa Barralina in Campos ist seit Jahren ein heißes Eisen. Eine Geldstrafe von 400.000 Euro wurde wegen Bauarbeiten ohne Genehmigung und Sportbetrieb auf streng geschütztem Boden verhängt. Ins Rollen gebracht hatte den Fall vor einigen Jahren Més per Mallorca durch eine Anzeige.
Die Umweltorganisation Gob zeigt sich ebenfalls empört und bezeichnet den Vorgang als „Paradebeispiel für Straffreiheit und Raumplanung nach Maß“. Die Naturschützer weisen darauf hin, dass die Nutzung als Polofeld schon 2017 untersagt und das Gelände versiegelt worden war. Dennoch wurden dort im Jahr 2024 erneut Turniere ausgetragen.
Més und Gob warnen eindringlich vor dem Signal, das dieser Fall aussendet. Die Botschaft sei verheerend: Gesetzesverstöße könnten sich auszahlen, wenn man nachträglich eine Legalisierung erreicht. Beide fordern von Inselrat und Landesregierung, solchen Machenschaften einen Riegel vorzuschieben. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
