Aufregung in Cala Millor! Die Promenade kommt weg.
Urlaubs-Schock auf MallorcaKult-Strand vor dramatischem Umbau

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Drei Bäume am Meer mit Strandpromenade und Wiese.
Ein Schock für alle, die Cala Millor lieben: Der berühmte Sandstrand an Mallorcas Ostküste, ein Magnet für Urlauber, ist bedroht. Die Küstenlinie wird durch den Klimawandel, stärkere Stürme und den höheren Meeresspiegel stark angegriffen. Zur Rettung des Strandes existiert nun ein tiefgreifendes Konzept, das seit 2023 als Teil des EU-Programms LifeAdapt entwickelt wird.
Am Donnerstag (20. März) wurden nach beinahe drei Forschungsjahren die ersten Resultate präsentiert. Der entscheidendste und radikalste Schritt: Die Barriere, welche derzeit die Promenade vom Strand abgrenzt, wird entfernt! Dadurch erhält der Strand die Chance, sich erneut ins Landesinnere auszudehnen. Ebenso wird die Flaniermeile samt Fahrradweg einige Meter zurückverlegt, sodass sie künftig unmittelbar vor den Hotelanlagen liegt. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Dünen-Comeback statt Beton-Meile
An der Stelle, wo sich heute eine ausgedehnte, aber selten besuchte Grünanlage mit Pfaden befindet, ist eine völlig neue Umgebung geplant. Laut Architekt Jordi Miró vom Büro Landlab sollen dort zukünftig Bäume und weitere Pflanzen wachsen. Diese sollen für mehr Schatten sorgen und die Attraktivität des Ortes steigern.
Das Herzstück des Konzepts ist die Wiederherstellung der ursprünglichen Landschaft. Wie der Geodynamik-Professor Lluís Gómez-Pujol erläuterte, existierten in diesem Bereich von Cala Millor vor der Bebauung Dünen von bis zu vier Metern Höhe. Diese Dünen waren die natürliche Quelle für den Sand am Strand. Dieses Szenario soll jetzt nachgebildet werden, jedoch ohne die riesigen Sandaufschüttungen.
Die Dringlichkeit der Situation wird bereits nach den Stürmen im Winter deutlich. Im südlichen Abschnitt des Ferienortes, welcher zu Sant Llorenç des Cardassar zählt, wurde der Sand vielerorts vollständig fortgespült. Nun kommt dort der nackte Felsen zum Vorschein. Damit der Sand bei Unwettern nicht weiter erodiert, wird im Nordteil des Ortes ein wesentlich längerer Wellenbrecher errichtet.
Das komplette Projekt gehört zum Programm „LifeAdapt Cala Millor“, hat eine Laufzeit bis 2027 und ist mit einem Budget von etwa 2,3 Millionen Euro ausgestattet. Die Europäische Union trägt 60 Prozent der Ausgaben. An der Initiative wirken zusammen 23 unterschiedliche Einrichtungen und Ämter mit, damit die Zukunft des bekannten Urlaubsziels gesichert ist. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

