Zwei Monate nach Brand-Drama auf Mallorca Verdächtige Kegelbrüder entlastet? Bar kämpft mit den Folgen

Ein Blick auf die Hinterseite der „Why not Mallorca“-Bar zeigt die Brandspuren des Feuerunglücks vom 20. Mai 2022 auch am 13. Juli 2022 noch deutlich.

Ein Blick auf die Hinterseite der „Why not Mallorca“-Bar zeigt die Brandspuren des Feuerunglücks vom 20. Mai 2022 auch am 13. Juli 2022 noch deutlich. Auf dieser Seite lag auch die abgebrannte Terrasse.

Ein Brand auf einer Bar-Terrasse auf Mallorca am Ballermann im Mai 2022 und 13 junge Männer, die daraufhin als Verdächtige zunächst in Untersuchungshaft gebracht wurden: Seit fast zwei Monaten arbeitet die Justiz an diesem Fall. Nun gibt es Neuigkeiten – und ein Blick in die Bar verrät, wie es dort mittlerweile aussieht.

Ein Thema beherrscht seit Wochen die mediale Berichterstattung rund um die beliebteste Ferieninsel der Deutschen: Es ist der Fall rund um das Feuer an der Bar „Why not Mallorca“ am Ballermann.

Ein Rückblick auf den 20. Mai 2022: Ermittelnde gehen davon aus, dass das Feuer auf der Terrasse der Bar durch eine Zigarette entfacht wurde, die vom gegenüberliegenden Balkon eines Hotels heruntergefallen ist.

Die Terrasse brannte daraufhin komplett ab, zudem wurden das Hotel, das unter der Bar liegende Bordell und eine Wohnung in Mitleidenschaft gezogen. Kurz nach dem Vorfall war von einem Schaden von mindestens 150.000 Euro die Rede, zwei Personen wurden leicht verletzt.

Mallorca: Werden verdächtige Kegelbrüder bald freigelassen?

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Wegen Verdacht auf Brandstiftung kamen zunächst 13 Mitglieder eines Kegelklubs aus Münster in Untersuchungshaft. Sie sollen auf dem Balkon gefeiert haben, dabei sei das Unglück geschehen.

Auch das Hotel, von dem der vermeintliche Zigarettenstummel heruntergefallen sein soll, weist Spuren des Feuers vom 20. Mai 2022 auf. Das Foto wurde am 13. Juli aufgenommen.

Auch das Hotel, von dem der vermeintliche Zigarettenstummel heruntergefallen sein soll, weist Spuren des Feuers vom 20. Mai 2022 auf. Das Foto wurde am 13. Juli aufgenommen.

Fünf der Männer sind mittlerweile frei gelassen, vier davon mussten dafür wohl eine Kaution von jeweils 12.000 Euro hinterlegen, einer konnte seine Unschuld beweisen, weil er zum Tatzeitpunkt unter der Dusche gestanden haben soll. Um die Freilassung der anderen acht Kegelbrüder kämpfen die jeweiligen Anwälte derzeit.

Ein zuletzt aufgetauchtes Foto, das unter anderem in der „Mallorca-Zeitung“ veröffentlicht wurde, soll die Gruppe nun entlasten und mitunter ihre Unschuld beweisen. Demnach könnten nämlich zwei andere Männer, die bisher nicht im Fokus standen, für den Brand verantwortlich sein. Es bestehe deshalb die Chance, dass die Münsteraner bis zum Ende der nächsten Woche aus der Untersuchungshaft entlassen werden, so die „Mallorca Zeitung“.

Während der Fall bei der Justiz aktuell auf der Tagesordnung steht und augenscheinlich für Kopfzerbrechen sorgt, zeigt ein Besuch an der „Why not Mallorca“ – Bar das Ausmaß des Brand-Dramas und der dadurch Geschädigten deutlich.

Auf der abgebrannten Terrasse kann man einen Handwerker arbeiten sehen. Die Bar hat zwar wieder geöffnet, allerdings kann nur an zwei großen Tischen auf einem weiteren kleinen Außenbereich am Eingang der Bar bewirtet werden – ein großer finanzieller Verlust.

Mallorca: So sieht die Bar zwei Monate nach dem Brand-Unglück aus

Ein Blick in den Innenraum der Bar zeigt Spuren des Feuer-Infernos: Zwar sind Gastraum und Theke optisch unversehrt, die Tür zur abgebrannten Terrasse weist jedoch deutliche Brandspuren auf. Das Feuer muss wohl rechtzeitig gelöscht worden sein, ehe die ganze Bar in Flammen aufgegangen wäre.

Eine Gasflasche in der Küche hätte noch abgedreht werden können. Schlimmeres konnte somit wohl verhindert werden.

Dennoch: Die psychische Belastung für die Personen, die während des Brandes vor Ort waren, kann nur erahnt werden. Wochen muss es gedauert haben, um den beißenden Brandgeruch aus dem Gastraum heraus zu bekommen, erst dann habe die Bar so weit wie möglich wieder eröffnet.

Aus dem Umfeld der „Why not Mallorca“-Bar erfuhr EXPRESS.de, dass bisher kein Schadensersatz bezahlt worden sei. Alles würde nun (erstmal) auf eigene Kosten renoviert. Auch welche Summe das Kölner Barbetreiber-Ehepaar bekommen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt, rund zwei Monate nach dem Brand, vollkommen unklar.

Erst im vergangenen Jahr verwirklichten sich die Eheleute Klotz den Traum einer eigenen Lokalität – ohnehin eine finanzielle Höchstleistung. Im Juni 2021 eröffneten die beiden dann, im September ging es über den Winter zurück nach Deutschland. Im April 2022 wurde der Sommer auf Mallorca eingeläutet, dessen fröhliche Unbekümmertheit bereits am 20. Mai durch das Ereignis ein jähes Ende fand.

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