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Hässliche Details über deutsche Ballermann-Touris „Sie filmten das Feuer, grölten und lachten“

Menschen gehen nach einem Brand am Restaurant «Why Not Mallorca?» vorbei. Die Polizei hat auf Mallorca 13 deutsche Urlauber festgenommen, weil sie den Brand ausgelöst haben sollen.

Das völlig zerstörte Restaurant auf Mallorca am Montag (23. Mai 2022). Die deutschen Tatverdächtigen sollen während der Tat gefilmt und gelacht haben.

Nach der mutmaßlichen Brandstiftung in einem Restaurant auf Mallorca kommen immer mehr unfassbare Informationen ans Licht. Den Tatverdächtigen drohen mehrjährige Haftstrafen.

Ihr Urlaub hatte gerade erst begonnen, doch nur Stunden später sitzen sie in Untersuchungshaft: Die 13 Deutschen, die laut Medien fast alle zwischen 24 bis 29 Jahre alt sind, werden beschuldigt, am Freitagnachmittag (20. Mai) kurz nach ihrer Ankunft auf der Insel bei einer Party auf zwei Balkonen ihrer Hotel-Zimmer in unmittelbarer Nähe des Ballermanns Zigarettenkippen auf das Terrassendach einer Gaststätte geworfen und auch Alkohol darauf gegossen zu haben.

Nun kommen immer mehr unglaubliche Details ans Licht.

Seit Samstag (21. Mai 2022) sitzen die 13 Touristen aus Deutschland in Palma unter dem Vorwurf der Brandstiftung in Haft. Den Deutschen drohen mehrjährige Haftstrafen, wie spanische Anwälte der Deutschen Presse-Agentur am Montag (23. Mai) auf Anfrage erklärten.

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Mallorca: „Sie fingen an, das Feuer mit ihren Handys zu filmen, grölten und lachten“

Das Dach aus Schilfrohr fing Feuer. Nach Medienberichten beschädigten die Flammen das Lokal und auch ein Bordell sowie eine angrenzende Wohnung und das Hotel. Es ist von einem Sachschaden von mindestens 150 000 Euro die Rede. Zwei Menschen, ein Mann und ein junges Mädchen, seien dabei leicht verletzt worden, berichteten Medien.

Für Empörung sorgen die Aussagen von Nachbarn, die versichern, alles genau gesehen zu haben. „Die Touristen schauten sich das Ganze von ihrem Balkon aus an. Sie fingen an, das Feuer mit ihren Handys zu filmen, grölten und lachten“, wurde ein Mann von der „Mallorca Zeitung“ zitiert.

Ein anderer sagte dem Blatt: „Sie haben stundenlang in übereinanderliegenden Zimmern im zweiten und dritten Stock des Hotels gefeiert. Die Musik war voll aufgedreht, sie haben Bier von einem Balkon auf den anderen und auch auf die Straße geschüttet.“ Auch Zigaretten hätten sie hinuntergeworfen. „Schnell stand das gesamte Dach in Flammen“, hieß es. Es sei „wie eine Bombe“ gewesen.

Betroffene Wirtin aus Köln: „Was geht in den Köpfen dieser jungen Leute vor?“

Es herrscht viel Unverständnis. „Was geht in den Köpfen dieser jungen Leute vor?“, fragte eine der Betroffenen, die deutsche Wirtin Alice. „So betrunken können die gar nicht gewesen sein, die haben ja noch versucht abzuhauen“, erzählte die Kölnerin, die ihr Lokal „Why not Mallorca?“ erst im Juni 2021 eröffnet hatte, vor Journalisten. Der komplette Außenbereich sei nun verwüstet.

Medienberichte, wonach die Beschuldigten aus der Nähe von Münster kommen und einem Kegelclub angehören, wollte die mallorquinische Polizei auf Anfrage nicht kommentieren. Die Beschuldigten sollen bei ihrem Verhör durch den Richter von ihrem Recht Gebrauch gemacht haben, nicht auszusagen. Der Richter gehe von „gemeinsamer Verantwortung“ aus, schrieben die Zeitung „Diario de Mallorca“ und andere Medien unter Berufung auf die Justiz. In seinem Bericht habe er die große Gefahr hervorgehoben, in die Menschen gebracht worden seien. Der Richter werfe den Deutschen mangelnde Kooperationsbereitschaft vor.

Mallorca: Verdächtigen drohen mehrjährige Haftstrafen

Man muss nun die Untersuchungen abwarten, um zu wissen, ob es überhaupt zu einem Prozess gegen die Deutschen kommt. Die könnten erfahrungsgemäß einige Zeit in Anspruch nehmen.

Nach Einschätzung von zwei befragten Anwälten können die Verdächtigen zu einem Freiheitsentzug zwischen einem und drei Jahren verurteilt werden, wenn sie angeklagt und der fahrlässigen Brandstiftung für schuldig befunden werden. Bei Vorsatz und der Gefährdung von Menschenleben könne das Urteil auch deutlich schärfer ausfallen, hieß es.

Derzeit wird am Ballermann wieder so wild wie vor Corona gefeiert. Es gibt kaum noch Einschränkungen. In den vergangenen Wochen kam es in der deutschen Urlauberhochburg trotz einer „Qualitätsoffensive“ der Behörden wieder vermehrt zu Schlägereien und Diebstählen. (dpa)

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