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Dummer Casino-CoupRäuber schießen auf Wachmann und klauen wertlose Maschinen

Justiz

Copyright: Oliver Berg/dpa

Nach dem Überfall auf ein Casino erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes. (Symbolbild)

Brutaler Casino-Raub: Täter schießen und blamieren sich

Ein Jahr nach einem brutalen Raubzug in einem Casino in Lottstetten (Kreis Waldshut) kommt es zur Anklage. Ein Mann (32) aus Dortmund soll mit Partnern einen Wachmann angeschossen haben – aber beim Raubgut lag die Gruppe komplett daneben.

Der 32 Jahre alte Deutsch-Kosovare aus Dortmund muss sich jetzt für Mordversuch und schweren Raub sowie gefährliche Körperverletzung verantworten. Wie die Justizbehörde bekannt gab, sitzt er bereits seit Februar in U-Haft. Bei dem Angriff Ende April 2023 zog sich ein Sicherheitsmann mehrere Schusswunden zu, die zum Glück nicht sein Leben bedrohten.

Gruppe reiste extra aus Dortmund an

Laut der Anklagebehörde war der Raubzug akribisch vorbereitet. Der Beschuldigte soll mit wenigstens drei Komplizen die Spielhalle ins Visier genommen haben. Dafür lieh er sich extra einen Wagen in Dortmund, sammelte seine Partner ein und reiste mit ihnen über Luxemburg, Frankreich und die Schweiz an. Um ihre Spuren zu verschleiern, befestigten sie ein gestohlenes Nummernschild an ihrem Fluchtauto.

In der Nacht des Überfalls lauerten die Täter, ausgerüstet mit einer Pistole und einer Schreckschusswaffe, den Geldzählern des Casinos sowie dem Sicherheitsmann am Hinterausgang auf. Sie zwangen ihre Opfer, sich auf den Boden zu legen.

Wachmann greift zur Waffe – dann fallen Schüsse

Die Situation spitzte sich zu, als der Sicherheitsmann plötzlich selbst eine Pistole zog. Die Angreifer zögerten nicht lange und eröffneten sofort das Feuer auf ihn.

Der angeschossene Mann und die anderen Angestellten konnten sich mit letzter Kraft ins Gebäude retten und sich dort verschanzen.

Die Täter schnappten sich ihre vermeintliche Beute und ergriffen ebenfalls die Flucht. Doch hierbei unterlief ihnen ein fataler Irrtum.

Diebische Blamage: Räuber schnappen sich die falschen Maschinen

Der „Wie bitte?!“-Moment der ganzen Geschichte: Die Bande klaute die Geldzählgeräte! Laut der Staatsanwaltschaft glaubten die Räuber fälschlicherweise, sie hätten damit eine große Menge Bargeld in ihren Besitz gebracht. Eine peinliche Fehleinschätzung.

Der Beschuldigte ist den Informationen zufolge kein unbeschriebenes Blatt und bereits strafrechtlich bekannt. Zum Tatvorwurf äußert er sich bisher eisern nicht. Zu den Umständen seiner Festnahme und zur genauen Höhe des Raubguts macht die Anklagebehörde keine Angaben. Die mutmaßlichen Komplizen konnten bisher nicht eindeutig ermittelt werden. Das Landgericht in Waldshut-Tiengen muss nun darüber befinden, ob es die Anklage zulässt und das Hauptverfahren eröffnet. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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