Die Situation in der Meerenge von Hormus wird zunehmend kritischer.
Iran-Krieg eskaliertUSA schicken jetzt Tiefflieger – Experte mit düsterer Prognose

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Die Vereinigten Staaten heben ihre Auseinandersetzung mit dem Iran auf eine neue, hochriskante Stufe. In ein Kampfgebiet verwandelt sich die Straße von Hormus, eine entscheidende Route für den globalen Öltransport. Meldungen besagen, dass nun sogar Kampfjets im Tiefflug sowie Apache-Helikopter eingesetzt werden, um Schiffe der iranischen Marine zu attackieren und Jagd auf Drohnen zu machen.
Die Angriffsoperation ist Bestandteil einer mehrphasigen Strategie des Pentagons. Das Vorhaben bezweckt, die Gefahr durch schnelle Boote, Seeminen und Lenkflugkörper des Iran auszuschalten, welche den Seeverkehr seit Beginn des Monats März fast vollständig blockiert haben. Sollte das erfolgreich sein, ist geplant, dass amerikanische Kriegsschiffe den sicheren Geleitschutz für Frachter im Persischen Golf übernehmen. Das berichtet „FOCUS online“.
Fachleute alarmiert: Teherans gewaltiges Waffenarsenal
Allerdings äußern sich Fachleute besorgt. Gegenüber dem „Wall Street Journal“ führte Farzin Nadimi, ein Spezialist für Irans Verteidigung beim Washington Institute for Near East Policy, aus, dass die iranischen Waffenvorräte weiterhin immens seien. Demnach besitzt der Iran noch Tausende von Seeminen, bewegliche Startvorrichtungen für Lenkflugkörper und eine große Zahl unbeschädigter Boote.
Darüber hinaus wären Ausrüstung und Truppen in geheimen Einrichtungen und tiefen Tunnelsystemen an der Küstenlinie sowie auf Inseln sicher untergebracht. „Ich denke, es wird Wochen dauern, bis wir einen Punkt erreichen, an dem ein sicherer Betrieb in der Straße möglich ist“, lautet die desillusionierende Bewertung des Fachmanns.
Die iranische Führung setzt die Wasserstraße als Hebel ein. Anscheinend existieren im Parlament des Iran Vorhaben, eine Abgabe für das gefahrlose Passieren zu fordern. Man sorgt sich, dass der Iran auf diese Weise Staaten, welche von den Ressourcen der Golfregion abhängig sind, zu Vereinbarungen nötigen könnte. Auf dem Dienst X bezeichnet Danny Citrinowicz vom Atlantic Council das als „eine Art erzwungener Interdependenz“.
Vollständige Sicherheit? Laut Experte unmöglich
Die geografischen Gegebenheiten stellen eine zusätzliche Herausforderung dar: Die Meerenge von Hormus misst an ihrer schmalsten Passage lediglich etwa 55 Kilometer. Eine lückenlose Absicherung sei angesichts dessen nicht realisierbar, erklärte der Iran-Experte Michael Connell dem „WSJ“. „Die Bedrohung so weit zu reduzieren, dass Schiffe die Meerenge wieder passieren können, ist machbar, aber es braucht Zeit, und man wird wohl nie eine hundertprozentige Sicherheit erreichen.“
Gegenüber der „Bild“-Zeitung äußerte sich der britische Militärfachmann Andrew Fox, dass es womöglich Monate in Anspruch nimmt, bis die Wasserstraße erneut passierbar ist. Er zeigt sich erstaunt darüber, dass die Bedeutung der Meerenge von Hormus als Machtinstrument Teherans so lange nicht erkannt wurde. „Es reicht, glaubhaft damit zu drohen“, meint Fox.
Seine Schlussfolgerung ist unmissverständlich: Sämtliche Bestände der iranischen Marine und Raketen in einem Radius von 300 Meilen (etwa 483 km) und auch alle Minen müssten unschädlich gemacht werden, ehe die Wasserstraße wieder freigegeben werden kann. „Das Problem ist, dass die USA derzeit nicht die Seestreitkräfte haben, nicht die Schiffe, die sie benötigen, um alle Tanker zu eskortieren und die Minen zu räumen.“ Deswegen bitte der amerikanische Präsident Donald Trump nun um Unterstützung. (red)
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