150 Festnahmen „Hochrangige Ziele“: Mega-Razzia gegen Darknet-Kriminalität

Die Ermittlungen von Europol reichen weit zurück (hier eine Festnahme von Europol im Juni 2021 in Essen).

Die Ermittlungen von Europol reichen weit zurück (hier eine Festnahme von Europol im Juni 2021 in Essen).

Im Rahmen einer internationalen Razzia haben Ermittler von Europol 150 Verdächtige festgenommen. Es handele es sich um „hochrangige Ziele“ im Zusammenhang mit Darknet-Kriminalität.

Den Haag. Internationale Ermittler haben nach Angaben von Europol bei einer Aktion gegen Kriminalität im Darknet 150 Menschen festgenommen, davon allein 47 in Deutschland. Mehr als 26 Millionen Euro seien beschlagnahmt worden, teilte die europäische Polizeibehörde am Dienstag (26. Oktober) in Den Haag mit.

Insgesamt seien auch noch 234 Kilogramm Drogen und 45 Schusswaffen sichergestellt worden. Einige der Verdächtigen werden von Europol als „hochrangige Ziele“ eingestuft.

Mega-Razzia von Europol in neun Ländern

Die von Europol koordinierte Aktion „Dark HunTOR“ fand in neun Ländern statt - in Europa und den USA. Sie richtete sich gezielt gegen Anbieter und Käufer auf Darknet-Plattformen, also Online-Marktplätzen für illegale Waren. Die meisten Personen (65) wurden in den USA festgenommen, gefolgt von Deutschland (47) und Großbritannien (24).

Zu den beschlagnahmten Drogen gehörten 152 Kilogramm Amphetamine, 27 Kilogramm Opiate und über 25 000 Ecstasy-Pillen. Im Zuge der Aktion hatte Italien zwei illegale Online-Marktplätze geschlossen mit insgesamt mehr als 100 000 Angeboten illegaler Waren.

„Dark HunTOR“ folgte nach Angaben von Europol auf die Schließung des bisher größten illegalen Marktes - „DarkMarket“ - Anfang des Jahres in Deutschland. Deutsche Ermittler hatten damals die Betreiber festgenommen und die illegale Infrastruktur ausgehoben. Dadurch war nach Angaben von Europol eine Fülle an Beweisen gesammelt und weltweit Ermittlern zur Verfügung gestellt worden. In mehreren Ländern dauerten die Ermittlungen noch an, teilte Europol mit. (dpa)

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