Am Mount Everest sollen Führer Touristen vergiftet haben, um sie dann per Heli „retten“ zu können.
Gipfel der GierBergführer sollen Touristen am Everest vergiftet haben

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Himalaya Berglandschaft und Tibet aus dem All.
Einmal ganz oben stehen, auf dem 8.849 Meter hohen Mount Everest – für unzählige Menschen ein Lebenstraum. Doch für manche Alpinisten wurde diese Sehnsucht zur reinsten Hölle. Eine gewaltige Schwindel-Affäre sorgt in Nepal für ein Beben und zerstört das Vertrauen in die Berg-Lotsen. Die Anschuldigung ist heftig: Manager diverser Agenturen sollen sich gezielt um Millionenbeträge bereichert haben.
Die Skrupellosigkeit der Täter kennt anscheinend keine Grenzen. Damit kostspielige Rettungsaktionen per Hubschrauber abgerechnet werden konnten, sollen Guides ihre Klienten mit Absicht gesundheitlich geschädigt haben. Manchmal bekamen Reisende ein Mittel gegen die Höhenkrankheit bewusst falsch dosiert, wodurch exakt jene Beschwerden provoziert wurden, die es unterbinden sollte. Laut einer Meldung mischte man sogar Backpulver unter die Nahrung, damit den Alpinisten schlecht wurde. Das berichtet „t-online“.
Die fiesen Tricks der Gipfel-Betrüger
Das war aber längst nicht der einzige Trick. Meldungen zufolge hat man Reisende bewusst in Angst versetzt, um sie zu einem Flug zu überreden, der gar nicht nötig war. In weiteren Situationen wurde schamlos abgerechnet: Eine Helikopter-Firma stellte vier Alpinisten, die zusammen in einem Hubschrauber saßen, jeweils einen eigenen Flug in Rechnung. Es gab wohl auch Fälle, in denen die Kletterer selbst mitmachten: Sie täuschten auf dem Abstieg Erschöpfung und Beschwerden vor, um sich den mühsamen Weg nach unten zu ersparen.
Die Untersuchungen, bei denen schon 2018 die ersten Vorfälle ans Licht kamen, legen offen: Der Schwindel hat seitdem sogar noch größere Ausmaße angenommen. Die Behörden schätzen den entstandenen Schaden auf eine Summe von etwa 17 Millionen Euro. Im Fokus stehen dabei circa 300 Hubschrauber-Einsätze, deren Abrechnungen mit den Versicherungen als verdächtig gelten.
Jetzt aber schlagen die Behörden zurück. Sechs Beschuldigte wurden Ende Januar in Haft genommen, und Ende März kam es zur Anklageerhebung gegen 32 Manager. Die Untersuchungsbeamten vermuten ein abgestimmtes System, in das diverse Firmen verwickelt sein sollen. (red)
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