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Versuchter MordFeuer-Rache in Köln – Mieter (49) zündet Haus an

Die Feuerwehr bei einem Einsatz (Symbolfoto)

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Feuerwehr bei einem Einsatz (Symbolfoto)

Ein 49-Jähriger soll mitten in der Nacht seine Wohnung in Brand gesteckt haben – während seine Vermieterin und deren Lebensgefährte in der Etage darüber schliefen. Jetzt sitzt er in U-Haft.

Diesen Sonntagmorgen (29. März) werden die Bewohner und Bewohnerinnen des Mehrfamilienhauses in der Straße „An Sankt Marien“ in Köln-Porz so schnell nicht vergessen.

Gegen 1.30 Uhr brach in der Erdgeschosswohnung ein Feuer aus – kein Unfall, kein Kurzschluss. Die Ermittler und Ermittlerinnen der Polizei gehen von Absicht aus: Ein 49-jähriger Mieter soll das Feuer gelegt haben. Das teilt die Polizei am Mittwoch (1. April) mit.

Brandbeschleuniger und selbst gebaute Lunten sichergestellt

Besonders erschreckend: Die Vermieterin (64) und deren Lebensgefährte (67) schliefen zu diesem Zeitpunkt direkt über der brennenden Wohnung. Nur mit viel Glück konnten sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand.

In der Wohnung des Tatverdächtigen fanden die Ermittler eindeutige Spuren: Brandbeschleuniger und mutmaßlich selbst gebastelte Lunten. Ein Zufallsbrand war das also nicht. Die Staatsanwaltschaft Köln wertet die Tat als versuchten Mord.

Das Motiv: Streit ums Geld. Der 49-Jährige soll mit seinen Vermietern seit Längerem wegen Mietrückständen im Clinch gelegen haben. Seine Wohnung hätte er bis zum 31. März 2026 räumen müssen – also genau zwei Tage nach dem Brand.

Noch am Montagabend (30. März) schlugen Polizisten zu. Eine Streifenwagenbesatzung stoppte im Stadtteil Riehl einen Opel Corsa – der Fahrer war auffällig schnell unterwegs. Am Steuer saß der mutmaßliche Brandstifter. Da Fluchtgefahr bestand, wurde er sofort vorläufig festgenommen.

Am Dienstag (31. März) beantragte die Staatsanwaltschaft Köln Untersuchungshaft wegen versuchten Mordes – das Gericht erließ den Haftbefehl. Der 49-Jährige sitzt seitdem hinter Gittern. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen dauern an. (mt)

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