Wetter-Alarm in Italien! Schneemassen, Hochwasser und höchste Gefahrenstufe.
Wetter-Apokalypse in ItalienSchnee-Massen und Flut-Drama in Urlaubsregion

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Dolomiten mit Morgenlicht und dunklen Wolken.
Italien erlebt einen Wetter-Albtraum! Während es hierzulande wärmer wird, hat der mittlere und südliche Teil des Landes mit krassen Wetterkapriolen zu kämpfen. In großen Gebieten der Abruzzen, Molise sowie Apulien ist Warnstufe Rot verhängt worden – die maximale Gefahrenmeldung. Schneefall, unaufhörlicher Regen und starke Stürme verursachen Überflutungen und einen Notstand.
Ursache für diese zugespitzte Wettersituation ist das Zusammentreffen von frostiger Polarluft aus dem Norden mit wärmeren Luftmassen aus Nordafrika. Dieser brisante Mix führt zu gewaltigen Gewittern, die über die Region ziehen. An den Ufern der mittleren Adria sowie auf den größeren Inseln besteht sogar die Gefahr von Sturmfluten. Das berichtet „t-online“.
Schnee-Berge wie in Sibirien
Der Winter meldet sich mit voller Kraft zurück. In den Gebieten zwischen den Abruzzen und Molise sind oberhalb von 1.000 Metern Schneemengen von bis zu einem Meter gefallen. Es schneite sogar in den Hügellandschaften – ein für diese Saison sehr seltenes Phänomen.
Die Ortschaft Capracotta wurde besonders hart getroffen. Dort türmte ein Schneesturm den Neuschnee bis zu anderthalb Meter hoch, sodass Gebäude teilweise unter den weißen Bergen verschwanden. In Passolanciano waren elf Personen in einem Hotel eingeschlossen, da entwurzelte Bäume die Zufahrt versperrten. Das Militär rückte an, um die Strecke wieder befahrbar zu machen.
Flut-Alarm: Hunderte müssen ihre Häuser verlassen
Aber nicht allein der Schnee stiftet Unruhe. Anhaltender Regen ließ Flüsse bedrohlich anschwellen und erforderte unzählige Einsätze von Feuerwehr und Helfern. Im Viertel Santa Teresa von Spoltore wurden aufgrund der Überflutungsgefahr am Fluss Pescara 80 Familien, was etwa 300 Personen entspricht, zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert.
Die Situation am Fluss Biferno eskalierte ebenfalls. „Aufgrund des Hochwassers am Fluss Biferno [wurden] vorsorglich etwa 200 Menschen evakuiert“, erläuterte Fabio Ciciliano, der Chef des Zivilschutzes. Am Liscione-Damm musste Wasser abgelassen werden; sämtliche Schleusen sind geöffnet. Über 500 Kubikmeter Wasser schossen pro Sekunde aus der Talsperre.
Brücken-Einsturz: Ein Auto in die Tiefe gerissen?
Ein Schockmoment am Donnerstagmorgen in der Molise-Region: Bei Montenero di Bisaccia brach eine Brücke über den Fluss Trigno zusammen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren zum Unglückszeitpunkt zwei Fahrzeuge auf der Brücke. Einem Autofahrer gelang die Flucht, während der andere Wagen anscheinend in die Tiefe stürzte. „Die Sucharbeiten dauern noch an“, so Gianfranco Tripi, Kommandant der Feuerwehr von Campobasso. Helfer sind mit einem massiven Aufgebot vor Ort, einschließlich eines Flugzeugs und Tauchern.
Die Situation in den Abruzzen ist weiterhin kritisch. Infolge der starken Schneefälle besteht in den Gebirgsgegenden eine außerordentlich hohe Gefahr von Lawinen. Eine Wetterbesserung wird erst für Samstag erwartet. Dann soll das Azorenhoch wieder für gemäßigtere Temperaturen und viel Sonne sorgen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

