Eine globale Gefahr durch ein Klima-Ereignis. Was rollt da auf den Planeten zu?
Super-El-Niño rollt anWetter-Phänomen bedroht die ganze Welt

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Globus und Buchstabenwürfel mit Schriftzügen La Nina und El Nino
Experten warnen eindringlich: Ein „Super-El Niño“ könnte sich bis zum Jahresende 2026 entwickeln. Dieses besonders heftige Klimaereignis hätte globale Auswirkungen. Aktuelle Daten von Satelliten und aus Klimamodellen belegen bereits eine spürbare Aufheizung der Ozeanoberfläche. Nach Bewertungen von Wissenschaftlern, zu denen auch Zeke Hausfather von der University of California in Berkeley zählt, übertreffen die Vorhersagen das Level, das der El Niño von 2023/24 hatte, bei Weitem. Sie könnten sogar Dimensionen wie im Jahr 2015/16 annehmen.
Bei El Niño handelt es sich um eine Wetterunregelmäßigkeit, die alle zwei bis sieben Jahre in Erscheinung tritt. Insbesondere im pazifischen Raum zwischen Südamerika und Indonesien führt sie zu tiefgreifenden Umwälzungen. Der Name El Niño, spanisch für „das Kind“ oder „Christkind“, entstand, da das Phänomen häufig zur Weihnachtszeit einsetzt. Das berichtet „FOCUS online“.
Wie entsteht ein El Niño genau?
Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine Erhöhung der Wassertemperatur an der Oberfläche des südlichen Pazifiks der Auslöser ist. Dies hat zur Folge, dass die Passatwinde an Kraft verlieren. Dadurch gelangt der Humboldtstrom, welcher kühles und nährstoffhaltiges Wasser befördert, nicht mehr bis an die peruanische Küste. Aufgrund der gestiegenen Wassertemperaturen steigen Luftmassen nach oben, was zur Bildung eines Tiefdruckgebiets über dem Ozean führt.
Durch diese Verkettung wird das komplette Windsystem, bekannt als Walker-Zirkulation, sowie die ozeanische Strömung am Äquator umgekehrt. Warmwasser, das sich üblicherweise vor Indonesien ansammelt, fließt in den östlichen Pazifik zurück. Dort erhitzt es das Oberflächenwasser noch weiter – eine Spirale mit verheerenden Konsequenzen.
Super-El-Niño: Was heißt das für uns in Deutschland?
Die Auswirkungen sind rund um den Globus zu spüren. Im westlichen Südamerika kommt es zu heftigen Regenfällen und Flutkatastrophen. Gleichzeitig kämpfen Gebiete auf der gegenüberliegenden Pazifikseite, etwa in Südostasien und Australien, mit Trockenheit und verheerenden Buschfeuern. Das Wegbleiben der Fischschwärme führt für Peru und Chile obendrein zu gewaltigen wirtschaftlichen Verlusten.
Selbst Europa wird die mittelbaren Folgen wohl merken. Wetterexperten prognostizieren, dass die Sommer im Bereich des westlichen Mittelmeers spürbar nasser und die Herbstmonate milder werden könnten. Für uns in Deutschland heißt das aber wahrscheinlich eher gemäßigte Winter statt Extremwetter. Dennoch könnten die Auswirkungen unser Portemonnaie treffen: Ausfälle bei der Ernte von Kaffee, Kakao oder Zucker werden die Preise auf dem Weltmarkt voraussichtlich nach oben schnellen lassen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

