Abo

„Eine ist tot, sechs vermisst“Nach Feuer-Hölle: Teenager Yaron in Sorge um seine Freunde

Ermittlungen nach tödlichem Brand in Petersaurach laufen (Symbolbild).

Für Yaron (17) wurde die Silvesternacht zur absoluten Hölle.

Nach dem Flammen-Inferno in Crans-Montana ist für Yaron Lavy (17) nichts mehr wie zuvor. Sein Leben gleicht einem Horrorfilm, denn er zittert um das Leben vieler seiner besten Freunde. Sie alle waren zur Silvesterparty im Club „Le Constellation“. Am Freitagmittag schildert er Reportern am Ort des Geschehens mitgenommen seine furchtbare persönliche Lage: „Vier sind im Krankenhaus, eine ist tot und sechs werden noch immer vermisst“.

Der Zustand seiner Freunde, die es ins Spital schafften, ist katastrophal. Zwei von ihnen werden in einem künstlichen Koma gehalten, während ein anderer Freund noch diese Woche eine Operation vor sich hat. Sie alle zogen sich furchtbare Verbrennungen zu. Nur pures Glück bewahrte Yaron Lavy davor, selbst in der Feuerhölle des „Le Constellation“ zu sein. Er hatte eine Einladung seiner Freunde, mit ihnen zu feiern, lehnte aber ab und schloss sich anderen Leuten an. Das berichtet „FOCUS online“.

„Ein sehr herzliches und witziges Mädchen“

Mittlerweile gibt es eine schreckliche Bestätigung: Unter den etwa 40 identifizierten Toten ist auch seine Bekannte Alex. Ein unvorstellbarer Schmerz. Erst vor ein paar Monaten feierte er zusammen mit ihr den 16. Geburtstag. Der Teenager denkt an sie zurück: „Sie war eher die Freundin meiner Schwester – ein sehr herzliches und witziges Mädchen“. Er fügt hinzu, dass er sich persönlich ebenfalls bestens mit ihr verstanden habe.

Lavy raste sofort zum Ort des Infernos, als er von dem Unglück hörte. Ungefähr um 1.50 Uhr, also nur knapp 20 Minuten nachdem die Flammen ausbrachen, erreichte er die Bar. Er hatte gehofft, seine Freunde wohlbehalten anzutreffen. Stattdessen erwartete ihn eine Szene des puren Horrors. Der Student aus Lausanne schildert die schrecklichen Momente: „Es war schockierend. Die Leute haben geschrien, andere wurden massenweise von Krankenwagen abtransportiert“.

Normalerweise war die Bar für ihn nach einem Tag auf der Piste die erste Adresse, denn sie war ein echter Hotspot für junge Leute. Voller Verzweiflung sagt er heute: „Ich wünschte, ich hätte irgendetwas tun können, um zu helfen“. Die ganze Dimension dieses Dramas mit mindestens 40 Todesfällen und mehr als 115 Verletzten ist weiterhin unklar. Es wird befürchtet, dass sich zwischen 80 und 100 Verletzte immer noch in Lebensgefahr befinden.

Die zermürbende Ungewissheit über das Schicksal der vielen Vermissten lastet schwer. Auch Lavy hat keine Ahnung, was mit Benjamin oder den beiden Schwestern Dalia und Alicia passiert ist. Das Unglück hat Crans-Montana schwer getroffen. Die normalerweise so fröhliche Atmosphäre in dem schicken Wintersportort ist verschwunden. Lavy bringt es auf den Punkt: „Es ist nicht mehr so elektrisierend, wie es einmal war“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.