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Sahara-Peitsche über EuropaKernkraftwerk abgeschaltet – Erste Hitze-Todesopfer

Ein Apotheken-Thermometer im französischen Toulouse zeigt am 22. Juni 2026 unbarmherzige 40 Grad an.

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Ein Apotheken-Thermometer im französischen Toulouse zeigt am 22. Juni 2026 unbarmherzige 40 Grad an. Frankreich durchleidet zusammen mit dem Rest des Kontinents bereits die zweite mörderische Hitzewelle des Jahres.

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46 Grad-Schock in Europa: Der Hitzedom bringt Frankreichs Atomkraftwerke zum Erliegen, während die Sahara-Glut erste Todesopfer fordert.

Ein gigantischer Hitzedom hält West- und Zentraleuropa in einem unbarmherzigen Würgegriff. Extrem heiße Luftmassen aus der Sahara, angetrieben von dem mächtigen afrikanischen Antizyklon, jagen laut der „Daily Mail“ die Temperaturen auf bis zu 46 Grad.

Während die Menschen nach jeder Abkühlung lechzen, droht dem Kontinent der hitzebedingte Kollaps. In Frankreich mussten die Behörden bereits ein Kernkraftwerk drosseln, weil die Katastrophe drohte.

Frankreich zieht den Notstecker am Atomreaktor

Die extreme Hitze gefährdet jetzt sogar die Stromversorgung. In der Nähe von Toulouse wurde ein Reaktor des Kernkraftwerks Golfech komplett abgeschaltet. Das Kraftwerk nutzt Wasser aus dem Fluss Garonne zur Kühlung.

In der Nähe von Toulouse wurde ein Reaktor des Kernkraftwerks Golfech komplett abgeschaltet.

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In der Nähe von Toulouse wurde ein Reaktor des Kernkraftwerks Golfech komplett abgeschaltet. (Archivbild)

Doch der Fluss hat sich bereits auf über 28 Grad aufgeheizt – ein kritischer Wert, bei dem eine sichere Kühlung nicht mehr gewährleistet werden kann. Frankreichs Behörden riufen für die Hälfte des Landes die höchste rote Alarmstufe aus.

Die Bahngesellschaften warnen vor Gleisschäden, da das Schienennetz Temperaturen von über 50 Grad kaum standhalten kann. Das öffentliche Leben fährt im Schneckentempo.

Tragische Todeswelle beim Abkühlen

Die Suche nach Abkühlung endete für Dutzende Menschen tödlich. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu berief eine Krisensitzung ein, nachdem seit dem 18. Juni allein in Frankreich 40 Menschen ertrunken sind – die meisten davon Jugendliche, die in unbewachten Seen und Flüssen Schutz vor der Hitze suchten.

Unter den Opfern ist auch ein 13-jähriges Mädchen. Besonders dramatisch: In Carpentras entdeckte eine Mutter ihre zwei und vier Jahre alten Kleinkinder bewusstlos im glühend heißen Familienauto – für sie kam jede Hilfe zu spät.

Auch in Deutschland schlägt die Hitzewelle brutal zu. Am vergangenen Wochenende ertranken fünf Menschen bei Badeunfällen, darunter zwei junge Männer in Bayern und eine Rentnerin in der Ostsee. Weitere tödliche Unfälle ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg.

Große Teile Italiens befinden sich ebenfalls im Alarmzustand, 15 Städte haben die höchste Warnstufe ausgerufen, während in Rom die Batterien der Elektrobusse wegen der ununterbrochen laufenden Klimaanlagen schlappmachen.

Erst Blitz-Chaos, dann Rekord-Glut in Großbritannien

Während Westeuropa schwitzt, erlebte London ein apokalyptisches Unwetter. Rund 3000 Blitzeinschläge in nur zwei Stunden verwandelten die britische Hauptstadt in ein Chaos aus Sturzfluten und Stromausfällen. Doch das dicke Ende kommt erst noch: Meteorologen erwarten, dass die britischen Juni-Rekorde in den nächsten Tagen regelrecht pulverisiert werden. Experten prognostizieren Temperaturen von bis zu 40 Grad im Schatten.

Wissenschaftler machen unmissverständlich den menschengemachten Klimawandel für die extreme Intensität dieser Hitzewelle verantwortlich, die den Kontinent regelrecht lähmt. (jag)

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