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El Niño ist wieder da:Was das für die Preise in deinem Supermarkt heißt

Zwei Wegweiser mit „ertrinken“ und „verdursten“

Copyright: IMAGO / Steinach

Zwei Wegweiser mit „ertrinken“ und „verdursten“.

Das gefürchtete Wetter-Ereignis El Niño meldet sich zurück und könnte die globale Wirtschaft ordentlich aufmischen. Für uns in Deutschland heißt das vor allem eins: Es wird teurer beim Einkaufen.

Ein neues El-Niño-Event steht bevor, warnt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Dieses Klima-Phänomen entsteht durch eine seltsame Aufheizung des Pazifiks. Es taucht alle paar Jahre unregelmäßig auf und hat krasse Auswirkungen auf das Wetter weltweit. Fachleute rechnen mit mehr extremem Wetter wie Dürreperioden, Fluten und Hitzewellen rund um den Globus.

El Niño: Was steckt dahinter?

Im Normalfall drücken kräftige Passatwinde das warme Wasser an der Oberfläche des Pazifiks von Südamerikas Küste weg nach Asien. Bei einem El Niño werden diese Winde aber schwächer oder drehen sich komplett. Die Folge: Ein riesiger See aus warmem Wasser staut sich vor der amerikanischen Westküste. Diese veränderte Temperatur im Meer bringt die weltweiten Wetterabläufe total durcheinander. Die Folgen sind oft heftig: In manchen Gegenden Südamerikas kommt es zu massiven Regenfällen, während Australien und Südostasien mit extremer Dürre und schlimmen Waldbränden zu kämpfen haben. Das berichtet „t-online“.

Das bedeutet es für Deutschland: Dein Einkauf wird teurer

Deutschland bleibt von den direkten Wetter-Extremen durch El Niño zwar meistens verschont. Doch die indirekten Folgen treffen uns hart – und zwar direkt im Portemonnaie. Durch die Wetter-Achterbahn geraten weltweite Lieferketten und die Märkte für Agrarprodukte ins Wanken. Die ökonomischen Konsequenzen sind schon jetzt zu merken, wie das Handelsblatt meldet.

Die größten Sorgen machen die Kosten für importierte Nahrungsmittel. Ernteausfälle in entscheidenden Anbauregionen lassen die Preise für Produkte des täglichen Bedarfs steigen:

Kaffee: Nationen wie Vietnam und Indonesien, die bedeutende Hersteller von Robusta-Kaffee sind, haben mit Dürre zu kämpfen. Die geringere Verfügbarkeit ließ die Kaffeepreise schon nach oben klettern.Zucker: Schlechte Ernten in Indien und Thailand, zwei der weltweit größten Zuckerhersteller, katapultierten den Zuckerpreis auf den höchsten Stand seit Jahren.Kakao: In Westafrika, dem wichtigsten Anbaugebiet für Kakao, gibt es Probleme mit dem Wetter. Dadurch werden die Grundstoffe für Schokolade deutlich teurer.

Nicht nur teuer: Eine Katastrophe für die Menschen

Abseits der ökonomischen Konsequenzen hat El Niño auch furchtbare humanitäre Folgen. Millionen Menschen, vor allem in ärmeren Nationen, die von der Landwirtschaft leben, droht wegen Ernteausfällen der Hunger. Fluten und Dürreperioden vernichten ihre Existenz und treiben zahllose Menschen in die Flucht. Organisationen wie die Welthungerhilfe schlagen Alarm wegen einer dramatischen Zuspitzung der humanitären Notlagen in schon jetzt bedrohten Gebieten wie am Horn von Afrika.

El Niño zeigt also eindrucksvoll, wie stark unsere globalisierte Welt miteinander verbunden ist. Ein Wetterereignis am anderen Ende der Welt kann nicht nur die Preise bei uns im Supermarkt direkt verändern, sondern auch die Existenz von Millionen Menschen grundlegend gefährden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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