Warmes Wetter zieht die Menschen an die Gewässer, aber unter der Oberfläche lauert der Tod. Die frischen DLRG-Zahlen für Nordrhein-Westfalen sind erschütternd. Sie offenbaren eine bittere Realität, die vor allem junge Leute trifft.
Drama in NRW48 Ertrunkene – DLRG-Chefin schlägt mit deutlicher Warnung Alarm

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48 Badetote in NRW im vergangenen Jahr - Flüsse wie der Rhein sind ein Haupt-Gefahrenschwerpunkt, warnt die DLRG. (Symbolfoto)
Im abgelaufenen Jahr verloren in Nordrhein-Westfalen 48 Personen durch Badeunglücke ihr Leben. Das sind zwar neun Todesfälle weniger verglichen mit dem Vorjahr, doch der extrem warme Juni 2025 bewirkte einen rasanten Anstieg der Opfer von fünf auf zwölf. Diese Zahlen gab die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Dienstag bekannt.
Was besonders aufschreckt: Die Anzahl der ertrunkenen jungen Menschen im Alter von elf bis 20 ist massiv gestiegen. Sie hat sich von zwei auf fünf mehr als verdoppelt.
DLRG-Chefin Vogt: „Ein unnötiges Lebensrisiko“
Ute Vogt, die Präsidentin der DLRG, findet deutliche Worte und übt heftige Kritik an der Schwimmausbildung in den Schulen. Laut einer Meldung der dpa sagte sie: „Unsere Kinder können mehrheitlich nicht sicher schwimmen, wenn sie die Grundschule verlassen“.
Ihr erschreckendes Resümee: „Sie sind ein Leben lang gefährdeter am und im Wasser. Aus Sicht der DLRG ist das ein unnötiges Lebensrisiko.“ Diese Aussage lässt einen frösteln.
Rhein als Todesfalle trotz strenger Verbote
Die Statistik der DLRG zeigt: Das höchste Risiko besteht nach wie vor in Flüssen, allen voran dem Rhein. In zahlreichen Städten in NRW ist das Baden dort aufgrund von tückischen Strömungen und dem Schiffsverkehr strikt untersagt. Wer es trotzdem wagt, dem drohen empfindliche Geldstrafen, dennoch ereignen sich immer wieder furchtbare Dramen.

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Die DLRG zieht Bilanz: 21 Menschen sind 2025 in Flüssen ertrunken. (Symbolfoto)
Warnhinweise und Kontrollen der Polizei halten die Leute nicht davon ab, dort ins Wasser zu steigen. Sie werden von der Strömung mitgerissen und finden den Tod. Die DLRG-Statistik verzeichnete allein für die Flüsse in NRW 21 Ertrunkene (Vorjahr: 25). In Seen und Teichen kamen im letzten Jahr zwölf Personen ums Leben (Vorjahr: 19).
Klarer Appell: Nur an bewachten Orten ins Wasser gehen
Deshalb richtet die DLRG-Präsidentin einen eindringlichen Aufruf an die Bevölkerung: „Flüsse, Seen und allgemein unbewachte Gewässer sollten möglichst gemieden werden.“ Ihre unmissverständliche Empfehlung lautet: „Am sichersten ist das Baden und Schwimmen dort, wo Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Notfall direkt vor Ort sind.“
Im deutschlandweiten Vergleich ereigneten sich die meisten tödlichen Badeunfälle in Bayern mit seinen zahlreichen Seen – dort waren es 84 (Vorjahr: 70). Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen mit 48 (Vorjahr: 57) und Niedersachsen mit 47 (Vorjahr: 46) Opfern. Die Wasserretter erfassten für das vergangene Jahr bundesweit mindestens 393 Badetote, was 18 weniger als im Jahr davor sind.
Diese Statistik ist eine deutliche Warnung an jeden, der bei Hitze eine Erfrischung im kühlen Nass sucht. Umsicht und eine realistische Selbsteinschätzung der eigenen Schwimmkraft können über Leben und Tod entscheiden. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

