Nach dem Tod von Mehmet K. droht ein Bandenkrieg.
Berliner Clan-Boss totPolizei befürchtet Krieg auf den Straßen

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Polizei schwieg zuletzt nach Schüssen auf Clan-Boss Mehmet K (Symbolbild)
Aktualisiert
Ein Beben erschüttert die kriminelle Szene Berlins: Mehmet K., eine berüchtigte Figur aus dem Clan-Milieu, ist gestorben. Sein Tod wurde über seinen Instagram-Kanal mitgeteilt. Der 62-Jährige soll einer ernsten Erkrankung zum Opfer gefallen sein. Jetzt geht die Angst um, dass ein brutaler Machtkampf um sein Erbe entbrennt.
Bereits vor seinem Ableben deutete sich eine Zuspitzung der Lage an. Im Dezember gaben Unbekannte Schüsse auf das Anwesen des schon gesundheitlich angeschlagenen Clan-Bosses ab – mindestens zehnmal wurde gefeuert. Die Angreifer, angeblich in Schwarz und vermummt, trafen dabei zwei Glasfassaden. Daraufhin lobte K. eine Belohnung von 500.000 Euro für Hinweise auf die Täter aus. Das berichtet „t-online“.
Die Behörden sind in heller Aufregung. Benjamin Jendro, der für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin spricht, zeigte sich beunruhigt: „Wer die letzten Jahrzehnte in der Hauptstadt verfolgt hat, weiß, dass mit Herrn K. eine Clangröße verstorben ist, die in der organisierten Kriminalität bis zuletzt Einfluss genossen hat und ein Vakuum hinterlässt.“ Jendro erwartet nicht nur Schwierigkeiten rund um die Bestattung und die Trauerzeremonie, sondern befürchtet auch einen „Konkurrenzkampf um Absatzmärkte und Einfluss auf den Straßen“.
Hunderte Personen versammelten sich am Dienstag vor einem Lokal in Kreuzberg, um ihr Beileid auszudrücken. Im Inneren trauerten die Angehörigen und der engste Freundeskreis. Wann die Beerdigung stattfinden wird, steht noch nicht fest. K. wurde im türkischen Bingöl geboren und zog nach eigenen Angaben im Alter von 17 Jahren nach Berlin.
Er machte eine Lehre als Dreher und Maschinenschlosser, gründete eine Familie und wurde Vater von zwei Kindern. Reichtum erlangte er danach durch Wettbüros und Immobiliendeals. Sein Netzwerk soll weitreichend gewesen sein und umfasste angeblich auch Issa Remmo, eine weitere Führungsfigur der Berliner Clans. Sogar aus der Türkei bekundeten Größen der kriminellen Szene ihre Anteilnahme.
In einem Post auf seinem Instagram-Profil, der nach seinem Tod erschien, wandte sich K. persönlich an die Welt. „Ich bin nicht in diese Stadt gekommen, um ein Name zu werden, sondern um eine Spur zu hinterlassen“, lautet ein Teil der Botschaft. Und weiter: „Ich habe gewonnen, aber nicht für mich selbst gehortet; indem ich teilte, bin ich gewachsen.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

