Stromausfall in der Hauptstadt und der Bürgermeister? Spielt Tennis!
Tennis statt Krisen-HotlineWegner auf dem Platz, während Berlin bibbert

Copyright: IMAGO / Stefan Zeitz
Wegner erklärt Tennisspiel während Berlins Stromausfall
Ein echter Politskandal in der Hauptstadt! Während Zehntausende in Berlin ohne Strom und Heizung ausharren mussten, gönnte sich der Regierende Bürgermeister Kai Wegner anscheinend eine Auszeit – mit dem Tennisschläger. Der CDU-Mann soll am Samstagmittag auf dem Court gewesen sein, obwohl er vorher noch tönte, er sei „den ganzen Tag am Telefon“ gewesen, um das Chaos zu bewältigen.
Die ganze Sache kam durch einen Bericht des RBB ans Licht. Auf Anfrage räumte die Senatskanzlei den Vorfall ein. Die Begründung von Sprecherin Christine Richter: Wegner habe Tennis gespielt, „um den Kopf frei zu bekommen“. Davor habe er morgens zahlreiche Gespräche per Telefon erledigt. Er sei zudem jederzeit erreichbar gewesen. Das berichtet „DER SPIEGEL“.
Die Situation in der Metropole war katastrophal. Ein Feueranschlag auf eine Kabelbrücke in Steglitz-Zehlendorf, zu dem sich eine linksextreme Gruppierung bekannte, war der Auslöser. Am Samstagmorgen waren plötzlich 45.000 Haushalte und 2.200 Firmen ohne Saft. Insgesamt traf der Blackout ungefähr 100.000 Menschen. Zahlreiche von ihnen mussten in Notquartieren oder ihren bitterkalten Wohnungen frieren. Erst nach vier endlosen Tagen funktionierte die Stromversorgung am Mittwoch wieder vollständig – der heftigste Stromausfall, den Berlin seit dem Krieg erlebt hat.
Die politische Konkurrenz ist außer sich über Wegners Aktion. Werner Graf, der Top-Kandidat der Grünen in Berlin, zeigte sich fassungslos: „Ehrlich gesagt bin ich fassungslos. Der Regierende Bürgermeister war Tennis spielen, obwohl er bereits wusste, dass 45.000 Berliner Haushalte ohne Wärme und Licht in einer Notlage waren und während Menschen in Gefahr gerieten.“ Ein solches Verhalten sei nicht das, was man von einem Bürgermeister erwarte.
Auch Steffen Krach, der Spitzenkandidat der SPD, legt nach und findet klare Worte: „Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Dass er die Berlinerinnen und Berliner belogen hat oder dass ihm eine Tennis-Partie wichtiger war, als nach einem terroristischen Anschlag in der schlimmsten Stromkrise seit Jahrzehnten bei den betroffenen Menschen vor Ort zu sein.“ Sein Urteil: „Beides ist inakzeptabel und eines Regierenden Bürgermeisters unwürdig.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
