Die beiden vermissten Cousins aus Barßel sind in Luxemburg aufgefunden worden. Sie waren auf dem Weg zum Fußballtraining im niedersächsischen Barßel – und kamen nie an. Die Polizei suchte die Kinder mit einem Großaufgebot.
Es geht ihnen gutVerschwundene Kinder im Ausland aufgefunden

Copyright: Lars Penning/dpa
Das Ortsschild von Barßel im Nebel. Nach dem Verschwinden zweier Jungen im niedersächsischen Barßel im Landkreis Cloppenburg suchte die Polizei weiter nach den Kindern.
Aktualisiert
Nach dem Verschwinden zweier Jungen im niedersächsischen Barßel im Landkreis Cloppenburg nun die Erleichterung: Die vermissten Kinder sind in Luxemburg wohlbehalten gefunden worden.
Die neun und zehn Jahre alten Cousins seien dort am Mittwochnachmittag in Begleitung eines 30-jährigen Familienangehörigen angetroffen worden, teilte die Polizei mit. Sie stünden nun in behördlicher Obhut.
Cousins kamen nicht beim Fußballtraining an
Die Staatsanwaltschaft Oldenburg leitete demnach gegen den 30-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger ein. Weitere Details zu möglichen Beteiligten sowie zu den Umständen, wie die Kinder nach Luxemburg gelangten, sind nach Polizeiangaben noch unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen.
Der Zehnjährige und sein neunjähriger Cousin wollten nach Angaben der Polizei am Montagnachmittag (23. Februar) gegen 16.30 Uhr zu einem etwa einen Kilometer entfernten Fußballtraining gehen. Dort kamen sie jedoch nicht an.
Die beiden Jungen wohnen seit 2025 in einer Wohngruppe in Barßel, ein Nachzug der in Afghanistan lebenden Eltern war bisher nicht möglich. Etwaige verwandtschaftliche Kontakte im europäischen Ausland sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen, wie es weiter hieß.
Einsatzkräfte suchten die ganze Nacht über intensiv nach den Jungen, dabei kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta habe ein Großaufgebot an Einsatzkräften eingesetzt.
Parallel im Hintergrund geführte polizeiliche Ermittlungen sowohl im Umfeld der Wohngruppe als auch im familiären Kontext schlossen früh eine akute Gefährdung aus. (dpa)

