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„Wirkte alles sehr seriös“Perfider Wohnungsbetrug in Köln – plötzlich 1820 Euro futsch

Peter Schwung (26) wurde offenbar Opfer eines perfiden Wohnungsbetrugs in Köln.

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Peter Schwung (26) wurde offenbar Opfer eines perfiden Wohnungsbetrugs in Köln.

Peter Schwung aus Bayern ist in Köln offenbar Wohnungsbetrügern auf den Leim gegangen.

Wie perfide ist dieser Wohnungsbetrug in Köln!

Peter Schwung (26) aus Bayern wollte als gelernter Koch in Köln einen Neuanfang wagen. Auf der Suche nach einer Wohnung erlebte er allerdings einen Albtraum.

Wohnungsbetrüger in Köln: Anzeige auf einer Facebook-Seite

„Ich habe Anfang Januar, nachdem ich bei den bekannten Portalen keinen Erfolg hatte, bei Facebook in einer Wohnungssuchgruppe für Köln eine Anzeige geschrieben“, erzählt Peter im Gespräch mit EXPRESS.de.

„Daraufhin haben mir auch einige geschrieben. Ich habe mich dann halt für die Wohnung entschieden, die für mich am ansprechendsten war. Leider war das ein großer Fehler“, so der 26-jährige Koch.

Zwischen dem Wohnungsanbieter gab es dann von Januar bis vergangenen Freitag (20. Februar) fast täglich Kontakt über Mail und WhatsApp. „Das wirkte alles sehr seriös und sympathisch“, schildert Peter und ergänzt: „Da ich das aus Bayern mit der neuen Wohnung regeln musste, konnte ich nicht in Köln vor Ort sein.“

Eine Wohnungsbesichtigung war also auf die Schnelle nicht möglich.

Eine Wohnung mit Balkon wollte Peter Schwung in diesem Gebäude in Köln-Porz  mieten. Das Foto stammt aus der Wohnungsanzeige.

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Eine Wohnung mit Balkon wollte Peter Schwung in diesem Gebäude in Köln-Porz mieten. Das Foto stammt aus der Wohnungsanzeige.

Die 71-Quadratmeter-Wohnung in der Nähe der S-Bahn-Haltestelle Steinstraße in Köln-Porz sollte 700 Euro warm kosten, plus 1820 Euro Kaution. Und genau dieses Geld ist jetzt komplett futsch!

Vermittelt wurde die Wohnung von einer angeblichen Immobilienfirma (Name der Redaktion bekannt). Beteiligt sind ein Mann, dem angeblich mehrere Häuser gehören, und sein vermeintlicher Sohn, der sich um die Vermittlung kümmert.

Bei der Schlüsselübergabe im Café tappte Peter in die Falle

Als in einem Café die Schlüsselübergabe mit dem Sohn stattfinden sollte, tappte Peter in die Falle. Das Gespräch sei erneut ganz normal verlaufen, Peter habe keinen Verdacht geschöpft. „Dann haben wir Geld gegen Schlüssel getauscht. Also ich habe die 1820 Euro Kaution in bar bezahlt, dafür habe ich den Schlüssel ausgehändigt bekommen“, sagt Peter. 

Und weiter: „Nach langer und netter Unterhaltung meinte er: ‚Komm, wir gehen zu meinem Auto, dann fahr' ich dich eben zur Wohnung.‘ Auf dem Weg zum Auto wurde der Mann angerufen und hat zu mir gesagt: ‚Ah, jetzt ist mein Papa im Café.‘ Aus Höflichkeit bin ich zurückgegangen, um ihn kennenzulernen. Der Mann war allerdings noch nicht da, ich wartete.“

In der Zwischenzeit macht sich der andere mit den fast 2000 Euro aus dem Staub.

Als Peter merkte, dass er hier gerade abgezockt wurde, war es zu spät. Weder auf Anrufe noch auf Mails bekam der Koch bisher eine Antwort. Inzwischen hat er Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet. Die bestätigen den Fall. Der Schriftverkehr und ein offenbar gefakter Mietvertrag liegen EXPRESS.de und der Polizei vor. Die Ermittlungen dauern an.

Weil Peter zum 1. März in der Kölner Südstadt einen Job in der Küche eines Brauhauses anfängt, sucht er nun dringend nach einer seriösen Bleibe. Vorübergehend ist er bei Bekannten untergekommen.

Angebote können gerne hier hochgeladen werden. EXPRESS.de stellt dann den Kontakt her.

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