Seit fast 40 Jahren sitzt er. Jetzt will er frei.
Folter-Killer fleht um GnadeNach fast 40 Jahren im Knast will er nur noch raus

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Gefängniszelle mit Gittertür und Einrichtung.
Ein Schreiben mit brisantem Inhalt. Aufgesetzt hat es Harald R. (74) am 22. Oktober 2025 in der JVA Fuhlsbüttel in Hamburg, auch „Santa Fu“ genannt. Er sitzt eine lebenslange Strafe für eine unfassbar brutale Tötung ab. Seine handschriftliche Bitte ist eindringlich: „Ich möchte meine restliche Lebenszeit in Freiheit und Ruhe verbringen und nicht hinter Mauern ganz zerstört werden.“
Der Killer zerrt mit seinem Gesuch ein Verbrechen zurück in den Fokus, dessen Grausamkeit schockiert. Ein Blick zurück: Harald R. entdeckte am 1. November 1984 seine erdrosselte Ehefrau Monika (33) im gemeinsamen Zuhause. Weil sie als Prostituierte ihr Geld verdiente, fiel sein Verdacht auf einen Kunden und er sann auf Vergeltung. Ins Visier geriet Jürgen F. (42), der Chef einer Bankfiliale. Zusammen mit einem Komplizen kidnappte Harald R. ihn am 22. Februar 1985, zerrte ihn in ein Waldstück und quälte ihn dort beinahe zwei Stunden lang mit Axt, Rasiermesser und Baseballschläger. Das berichtet „FOCUS online“.
Die Peiniger zeigten eine unfassbare Grausamkeit. An einen Baum gebunden, wurden Jürgen F. die Ohren abgeschnitten und die Arme abgehackt. Sein Penis wurde außerdem beinahe komplett abgetrennt und ihm wurden diverse Rippen gebrochen. Sie zwangen ihn unter Schmerzen zu einem unwahren Geständnis über den Mord an Monika, für den er aber ein Alibi besaß. Obwohl sich Jürgen F. noch aus dem Waldstück schleppen konnte, erlag er wenig später seinen Verletzungen.
Die Flucht führte Harald R. und seinen Komplizen über Amsterdam bis nach Brasilien. Dort klickten aber die Handschellen, 1986 folgte die Überstellung nach Deutschland. In Hamburg stand er dann vor dem Landgericht. Der Richterspruch am 9. März 1987 lautete: lebenslänglich. Der vorsitzende Richter Jürgen Schenck äußerte sich damals mit den Worten: „Seit mehr als 20 Jahren hat es keine vergleichbar grausame Tötung in Hamburg gegeben.“
Hinter Gittern machte Harald R. ebenfalls von sich reden. Er beteiligte sich an einem Aufstand von Insassen und landete 2007 in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung. 2021 wurde er auf Bewährung entlassen, doch drei Jahre danach saß er wieder im Knast, weil er gegen die Bewährungsauflagen verstieß. Jetzt jammert er in seinem Schreiben, Medikamente hätten ihn zu einem „körperlichen Wrack“ degradiert. Er beschuldigt zudem Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne), seine Entlassung zu verhindern.
Zu seiner eigenen schrecklichen Tat äußert sich der verurteilte Verbrecher in dem Schreiben eiskalt und ohne jede Reue: „F. gestand den Mord an meiner Frau. Er wollte von ihr perverse Dinge, die meine Frau nicht mitmachen wollte. F. soll an seinen Verletzungen später im Krankenhaus gestorben sein.“ (red)
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