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Tödliche Prügel-AttackeGericht schweigt tagelang über Skandal-Urteil

Richterpuppe mit Brille und Schnurrbart

Copyright: IMAGO / Gerhard Leber

Richterpuppe mit Brille und Schnurrbart

Ein Junge stirbt, der Täter kommt frei. Das Urteil? Geheimsache!

Ein Fall, der Ende Januar 2024 für blankes Entsetzen in der ganzen Bundesrepublik sorgte: Der 16 Jahre alte Filipp wollte auf einer Skater-Anlage in Meinerzhagen (Sauerland) nur eine Auseinandersetzung deeskalieren. Aber dieser Versuch, Gutes zu tun, endete furchtbar. Der Jugendliche wurde von mehreren Leuten attackiert. In einer Klinik starb Filipp zwei Wochen darauf an einer Gehirnblutung. Ein Jugendlicher im selben Alter wurde deswegen angeklagt.

In der Vorwoche gab es die richterliche Entscheidung, aber niemand sollte es mitbekommen. Erst als Medienberichte auftauchten, die sich auf die juristische Vertreterin von Filipps Mutter stützten, sickerte die Info durch: Der Verurteilte erhielt eine Jugendstrafe von einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt ist. Obendrauf gibt es 80 Sozialstunden. Das berichtet „t-online“.

Die Bestätigung über das Strafmaß kam erst am Mittwoch von einer Sprecherin des Landgerichts in Hagen, nachdem man dort nachgehakt hatte. Dabei war die Entscheidung schon am vergangenen Freitag gefallen. Die verantwortliche Kammer hatte sich dazu entschlossen, mit der Verkündung des Urteils an die Öffentlichkeit zu warten. Als Rechtfertigung wurde genannt: „Es war eine Einzelfallentscheidung zugunsten des Persönlichkeitsschutzes des Täters“. Der Schuldspruch lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Üblicherweise werden Prozesse mit jugendlichen Angeklagten hinter verschlossenen Türen geführt, doch die Bekanntgabe des Urteils erfolgt meistens öffentlich. Das Justizministerium betont den Grundsatz der Öffentlichkeit, räumt aber ein, dass es per Beschluss auch anders laufen kann. Von Benjamin Limbach (Grüne), dem Justizminister in Nordrhein-Westfalen, gab es zu dem speziellen Fall keine Stellungnahme. Er pochte stattdessen auf die richterliche Unabhängigkeit. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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