Schock-Zahlen: Die Deutschen werden immer mehr zu Helmmuffeln.
Ein gefährlicher TrendNeue Studie: Immer weniger Radler in NRW tragen einen Helm

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Nach Beobachtungen der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (Bast) ist der Anteil der Fahrradfahrer mit Helm nach einem langfristigen Aufwärtstrend zurückgegangen. (Symbolbild)
Alarm auf Deutschlands Radwegen! Immer weniger Menschen schützen ihren Kopf beim Radfahren. Das ist das bittere Ergebnis einer neuen Untersuchung der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (Bast) aus dem Jahr 2025. Gezählt wurde dafür unter anderem in den NRW-Städten Duisburg und Münster.
Zweiter Rückgang in Folge!
Die Helmtragequote ist im freien Fall. Laut Bundesanstalt liegt sie deutlich unter dem Niveau der Vorjahre. Über alle Altersgruppen hinweg trugen nur noch 37,0 Prozent der Radler einen Schutzhelm. Ein Schock, denn das ist der zweite Rückgang in Folge: 2024 waren es noch 42,6 Prozent, 2023 sogar 44,4 Prozent.
Langfristig ging es aber bergauf
Trotzdem gibt es einen Hoffnungsschimmer, wenn man weiter zurückblickt. Über die letzten 25 Jahre ist der Anteil der Helmträger nämlich deutlich gewachsen, so die Bundesanstalt. Absolut vorbildlich und mit weitem Abstand vorn: die Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren.
Was sagt der ADFC dazu?
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) empfiehlt zwar das Helmtragen – besonders für Kinder, Senioren und Sport-Fahrer. Doch der Club macht klar: Das allein reicht nicht. Er fordert in erster Linie eine sichere Rad-Infrastruktur und weniger Autos auf den Straßen. Das sei das Wichtigste, um Unfälle überhaupt zu verhindern. Ein Sprecher bringt es auf den Punkt: «Sicheren Radverkehr gibt es nur auf sicheren Radwegen».
Kinder vorn, junge Leute hinten
Die Zahlen aus der Bast-Stichprobe 2025 zeigen krasse Unterschiede. Fast drei von vier Kindern (6 bis 10 Jahre) trugen einen Helm. Aber Achtung: Trotzdem ist das ein starker Rückgang (71,8 Prozent nach 84,9 Prozent in 2024). Richtig mies sieht es bei den 17- bis 21-Jährigen aus: Nur jeder Fünfte trägt Helm (20,1 nach 25,6 Prozent). Bei den 22- bis 30-Jährigen ist es kaum besser (21,8 nach 30,5 Prozent). Einziger Lichtblick: Bei den Teenies (11 bis 16 Jahre) stieg die Quote leicht an (40,1 nach 37,8 Prozent).
Wo und wann wurde gezählt?
Die Beobachtungen fanden im Juni (in Amberg, Göppingen, Gotha) und im September (in Duisburg, Münster, Potsdam) statt, wobei Ferien- und Feiertagszeiten berücksichtigt wurden. Die Standorte sind seit den 90er-Jahren fast die gleichen. Gezählt wird laut Bast immer innerorts zwischen 7.00 Uhr und 18.00 Uhr.
Insgesamt wurden für die Studie 13.116 Radfahrerinnen und Radfahrer beobachtet. Davon waren 9.187 mit einem ganz normalen Fahrrad unterwegs. Dazu kamen noch 3.929 Leute auf Pedelecs. (dpa/red)
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