Jan Ullrich war bei der Tour de France erstmals als Fan vor Ort. Als TV-Zuschauer war er zeitweise mit der Live-Übertragung in der ARD nicht zufrieden.
„Hat mich als Fan genervt“Ullrich kritisiert ARD-Reporter bei Tour de France

Die Tour de France geht nach drei harten Wochen ihrem Ende entgegen, am Sonntag (26. Juli 2026) rollt das Peloton in Paris ein letztes Mal über die Ziellinie. Auch für die ARD endet damit eine intensive Frankreich-Rundfahrt.
Zum letzten Mal liefen im Ersten alle Etappen der Rundfahrt live, ab 2027 steigt nach vielen Jahren Pause auch das ZDF wieder ein und wird sich mit dem bisherigen Rechteinhaber abwechseln. In der ARD hat sich über die letzten Jahre vor allem ein Trio in den Übertragungen etabliert. Von Radsport-Legende Jan Ullrich (52) gibt es jetzt aber Kritik.
Tour de France: Ullrich kritisiert Interviews in der ARD
Im Podcast „Ulle & Rick“ mit Rick Zabel (32) sprach der Tour-Gewinner von 1997 am 24. Juli über das Aus des diesjährigen deutschen Top-Fahrers Florian Lipowitz (25).
Der Dritte der vergangenen Ausgabe war bei seinem Team Red Bull-Bora-hansgrohe in einer Doppelspitze ins Rennen gegangen und im Laufe der finalen Woche hinter Teamkollege Remco Evenepoel (26) zurückgefallen. Auf Etappe stürzte er beim Einzelzeitfahren jedoch schwer, der Deutsche musste das Rennen somit beenden.
„Er ist wirklich eine fantastische Tour bis hierher gefahren“, lobte Ullrich, warf dann aber ein: „Was mich schon als Fan genervt hat: Gleich nach dem Ziel immer die erste Frage, wer ist jetzt Co-Kapitän, holst du jetzt die Flaschen für Remco oder er für dich?“
Gerichtet war die Kritik primär an ARD-Moderator Michael Antwerpes (63), der für den Sender im Start- und Zielbereich die Interviews führt und das Kommentatoren-Duo Florian Naß (58) und Fabian Wegmann (46) ergänzt. „Das hast du auch gesehen, das war gar nicht so leicht für alle Beteiligten, dort die Fragen zu beantworten“, ergänzte Ullrich.

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Jan Ullrich war am 18. Juli erstmals seit seinem Karriereende als Zuschauer bei der Tour de France. Für die ARD interviewte ihn Michael Antwerpes in Le Markstein.
Gerade der Umgang mit der brisanten Führungs-Thematik bei Lipowitz hatten Fans am Rande der Etappen immer wieder diskutiert, auch schon im vergangenen Jahr, als es eine ähnliche Konstellation mit Lipowitz und Primoz Roglic (36) gegeben hatte.
Im Laufe des Rennens erwies sich der Deutsche als der stärkere Fahrer, was eine ähnliche Diskussion wie in diesem Jahr eröffnete. Ex-Nationalspieler Jonas Hector (36) hatte die Interviewführung von Antwerpes gegenüber Roglic damals als bekennender Radsport-Fan als „respektlos“ kritisiert.
