Sepp Kuss ist bei der letzten Bergetappe der Tour de France gleich zweimal gestürzt. Beim zweiten Malheur bewahrte ihn ein Fangnetz vor dramatischen Folgen.
Schock bei Tour de FranceFührender stürzt direkt neben Schlucht: „Meine Güte!“

Copyright: Screenshot ARD
Sturz von Sepp Kuss am Samstag auf der vorletzten Etappe der Tour de France.

Aktualisiert:
Diese letzte Alpen-Etappe war das große Finale der Tour de France in den Bergen: Für das Peloton ging es am Samstag (25. Juli 2026) ein zweites Mal zum Prestige-Zielort Alpe d'Huez.
Richard Carapaz (33) sicherte sich auf dem 170,9 Kilometer langen Abschnitt gleichzeitig Etappensieg und Bergtrikot, der Ecuadorianer profitierte dabei vom Drama um den lange führenden Sepp Kuss (31). Obwohl der US-Amerikaner den Sieg verspielte, hatte er am Ende sogar noch Glück im Unglück.
Sepp Kuss verliert Führung und Siegchance nach Stürzen
Auf der letzten Abfahrt vor dem Anstieg der Königsetappe nach Alpe d'Huez verlor Kuss zunächst in einem Tunnel das Gleichgewicht und büßte wichtige Sekunden auf Verfolger Carapaz ein.
Nur wenig später verlor der ursprüngliche Edelhelfer des ausgeschiedenen Jonas Vingegaard (29) dann komplett das Gleichgewicht und flog bei hohem Tempo aus einer Rechtskurve.
„Was für ein Sturz von Sepp Kuss, meine Güte“, sagte ARD-Kommentator Florian Naß (58) hörbar erschrocken. „Hat der ein Glück“, ergänzte Ex-Fahrer Fabian Wegmann (46) als Co-Kommentator: „Wir müssen froh sein.“ Denn Kuss rutschte an einer steilen Kante in ein extra für die Etappe aufgebautes Fangnetz, das ihn vor dem brandgefährlichen Sturz in den Abgrund bewahrte.
Links der Straße mitten im Hochgebirge fiel das steinige Gelände extrem steil ab. Nicht auszudenken, welche schweren Verletzungen sich Kuss bei einem Sturz hätte zuziehen können. So rutschte er nur das Fangnetz entlang, ehe er sich kurz vor dessen Ende wieder aufrappeln konnte.
Naß erklärte, dass die Fangzäune am Vortrag noch gar nicht angebracht worden waren, erst am Morgen der Etappe sei die neue Vorrichtung dem ARD-Team aufgefallen. „Was für ein Glück, dass man das quasi vorher geahnt hat.“
Kuss konnte trotz der zwei Rückschläge binnen kurzer Zeit sogar weiterfahren, Profiteur Carapaz war für ihn allerdings unerreichbar. Mit 30 Sekunden Rückstand kam er hinter dem Sieger sowie dem Zweitplatzierten Remco Evenepoel (26) geschlagen ins Ziel.
