Abo

Alarmierende StudieJeder Fünfte will Deutschland verlassen

Junge Frau mit Sonnenbrille und blonden Haaren

Copyright: IMAGO / imagebroker

Junge Frau mit Sonnenbrille und blonden Haaren.

Junge Leute packen die Koffer. Was ist hier los?

Anspannung, Zukunftsängste und schwindendes Vertrauen – die aktuelle Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“ offenbart eine besorgniserregende Realität. Die Resultate sind ein Alarmsignal und verdeutlichen die miese Verfassung vieler junger Leute zwischen 14 und 29. Eine Gefühlslage von Überlastung und fehlenden Aussichten macht sich breit.

Die reinen Fakten erschüttern: Ganze 21 Prozent, also einer von fünf, haben feste Absichten, die Bundesrepublik zu verlassen. Ihre Hoffnung ist ein besseres Leben jenseits der Grenzen. Die Vorstellung, wegzuziehen, hegen sogar 41 Prozent. Für die Erhebung wurden vom 9. Januar bis zum 9. Februar 2026 insgesamt 2012 junge Leute befragt. Das berichtet „FOCUS online“.

Seelische Not und finanzielle Sorgen: Wie die Krisen belasten

Die Situation wird von Studienautor Simon Schnetzler eindringlich beschrieben: „Die Ergebnisse zeigen auf dramatische Weise, wie sehr die Belastungen der letzten Jahre jungen Menschen zusetzen - in Form von Stress, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit“. Die seelischen Schwierigkeiten wachsen: Ein Rekordwert von 29 Prozent der Teilnehmenden äußerte den Bedarf an psychologischer Betreuung. Kilian Hampel, einer der Mitverfasser der Studie, macht deutlich, wie dringend „verlässliche Perspektiven für Arbeit, Wohnen und finanzielle Sicherheit“ gebraucht werden.

Weitere beunruhigende Fakten bringt die Untersuchung ans Licht, die schon zum neunten Mal stattfand. Ein Viertel der jungen Leute (23 Prozent) ist verschuldet. Darüber hinaus zeigen 60 Prozent ein Verhalten, das als „suchtähnliche Smartphone-Nutzung“ beschrieben wird, und nutzen bei Schwierigkeiten KI-gestützte Beratungsangebote.

In der Politik gibt es ebenfalls Bewegung. Die Resultate belegen eine zunehmende Polarisierung sowie eine Tendenz zu den politischen Rändern. Einem Bericht der „Tagesschau“ zufolge stimmten bei der Wahl zum Landtag in Rheinland-Pfalz 21 Prozent der Wähler unter 25 Jahren für die AfD, die Linkspartei erreichte 19 Prozent. Laut ZDF-Berichterstattung entschieden sich in Baden-Württemberg in der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen die meisten für die Grünen (27 Prozent), aber die AfD kam mit 18 Prozent direkt dahinter als zweitstärkste Kraft.

Innerhalb der Trendstudie selbst gilt Die Linke, die 25 Prozent erreicht, als die favorisierte Partei der jungen Generation, speziell bei weiblichen Befragten. Im Gegensatz dazu findet die AfD hauptsächlich bei jungen männlichen Teilnehmern Zuspruch. Nina Pollack, Bildungsforscherin und Mitverfasserin, äußert eine deutliche Warnung: „Der Protest der Jugend ist nicht laut, aber unter der Oberfläche braut sich etwas zusammen, was langfristig Wirtschaft, Regionen und soziale Sicherungssysteme gefährden kann“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Baumstamm mit Polizeiabsperrung im Wald

Das Todes-Dinner

Saßen die Opfer hier mit ihrem Mörder am Tisch?