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„Schule des Lebens“Bolzplatzkultur und Martinsumzüge sind jetzt Kulturerbe

Bolzplatz-Spiele und Schaustellerei sind jetzt Kulturerbe

Copyright: picture alliance / dpa

Bolzplätze prägen das Miteinander in Deutschland. (Archivbild)

Riesen-Jubel im Rheinland: Bolzplatz-Kicks und Martinszüge jetzt Kulturerbe! Was wir im Rheinland schon immer wussten, ist jetzt offiziell: Unsere Bräuche sind Gold wert! Das ist eine Nachricht, die viele Herzen in Köln und der Region höherschlagen lässt. Der Kick auf dem Bolzplatz, eine echte Institution, gehört ab sofort zum geistigen Kulturgut der Bundesrepublik. Eine riesige Anerkennung für unzählige Nachmittage auf Asche und Wiese.

Doch damit nicht genug! Auch die Martinsumzüge mit ihren leuchtenden Laternen, ein tief verwurzelter Brauch gerade hier bei uns, haben es auf die Liste geschafft. Verkündet wurde diese tolle Neuigkeit von der Kulturministerkonferenz, Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und der Deutschen Unesco-Kommission, wie die „dpa“ meldet.

Bolzplatz als „Schule des Lebens“

In der Begründung für die Aufnahme erfahren Bolzplätze eine besondere Würdigung als „Schule des Lebens“. Wörtlich heißt es in der Erklärung: „Als offener und niedrigschwelliger Begegnungsraum bringt der Bolzplatz Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammen und fördert soziale Kompetenzen wie Fairness, Teamfähigkeit und Konfliktlösung“. Das kann wohl jeder unterschreiben, der mal selbst gekickt hat!

Fünf neue Traditionen auf der Liste

Insgesamt wurde das bundesweite Verzeichnis um fünf wertvolle Traditionen reicher. Neben der Bolzplatzkultur und den Martinsumzügen sind laut dpa nun auch die Handwerkskunst der Herrenschneider, die Kultur der Schausteller auf Volksfesten sowie die althergebrachte Kleinfischerei an der Küste der Ostsee und in den Bodden-Gewässern mit dabei.

Die Kunst des Herrenschneiders wird dabei als eine „identitätsstiftende Praxis“ bezeichnet. Sie forme seit vielen hundert Jahren das Aussehen von Männerkleidung und habe eine Wirkung, die weit über die Modewelt hinaus in die Kunst und den Alltag reicht.

Was bedeutet diese Auszeichnung?

Mit dem nationalen Register sollen „kreative, inklusive und innovative“ kulturelle Ausdrucksformen geehrt werden. Wichtig zu verstehen: Es handelt sich um eine deutsche Liste, nicht direkt um ein Register der Unesco. Allerdings können die Einträge aus diesem nationalen Verzeichnis für eine der drei weltweiten Unesco-Listen nominiert werden. Seit 2013 ist die Bundesrepublik Deutschland ein Vertragsstaat des entsprechenden Abkommens.

Durch die neuen Einträge wächst das deutsche Register auf nunmehr 173 kulturelle Praktiken an. Darin finden sich ganz verschiedene Bräuche – beispielsweise die Technoszene in Berlin oder das Klettern im sächsischen Gebirge. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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