Alarm am Mittelmeer: Ein seltener Monster-Sturm, ein „Medicane“, nimmt Kurs auf beliebte Urlaubsziele wie Italien und Griechenland.
Alarmstufe RotGewaltiger Monster-Sturm nimmt Kurs auf Europa

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Im Laufe der Woche wird ein heftiger Sturm im Mittelmeer erwartet. (Symbilbild)
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Ein gewaltiges Unwetter-Gebiet zwischen Tunesien und Sizilien hat das Potenzial, sich in den nächsten Tagen zu einem gefährlichen „Medicane“ zu formieren.
Wetter-Experten schauen aktuell mit großer Sorge auf eine außergewöhnliche Entwicklung. Über dem Mittelmeer formiert sich eventuell in Kürze ein Wirbelsturm, der an einen Hurrikan erinnert. Dieses Phänomen wird „Medicane“ genannt – eine Kombination der Wörter „Mittelmeer“ und „Hurrikan“. Es beschreibt ein Tiefdrucksystem, das tropischen Stürmen gleicht und in dieser Gegend extrem selten ist.
Sturm im Mittelmeer: Diese Länder sind jetzt in Gefahr
Momentan liegt eine massive Konzentration von Unwettern zwischen Sizilien und Tunesien, begleitet von schweren Gewittern und sintflutartigem Regen. Fachleute beobachten schon erste Anzeichen für die Entstehung eines Rotationszentrums. Die Kraft für dieses bedrohliche Wetterereignis stammt aus den außergewöhnlich warmen Wassertemperaturen von bis zu 27,8 Grad Celsius, die erheblich über dem normalen Durchschnitt liegen.
Die Chance, dass sich tatsächlich ein Medicane formiert, wird aktuell auf 30 bis 40 Prozent geschätzt. Wetterdienste geben Warnungen vor extremen Regenfällen, orkanartigen Böen und einer noch unvorhersehbaren Route des Sturms heraus.
Unterschiedliche Berechnungen legen eine Entstehung im Zeitraum vom 13. bis zum 17. September nahe. Zuerst könnten Tunesien, Malta sowie der südliche Teil Italiens von dem Unwetter getroffen werden.
Sturm könnte Kurs auf Griechenland und die Türkei nehmen
Im Anschluss wird eine Bewegung nach Osten prognostiziert. Die Route könnte über Libyen nach Griechenland und Kreta führen (17./18. September) und sich dann zur Ägäis, den Dodekanes-Inseln und der türkischen Küste fortsetzen (19./20. September). Andere Modelle zeigen eine andere Möglichkeit: Verweilt das System länger über dem Ionischen Meer, wären die Folgen für Italien und Griechenland noch gravierender.
Ein solcher Medicane kann eine Ausdehnung von hunderten Kilometern haben. Er bringt Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 km/h und heftigste Böen mit sich. Die Vergangenheit hat mit Stürmen wie „Ianos“ oder dem System „Daniel“ gezeigt, welche verheerende Kraft durch massive Regenfälle, Fluten und riesige Wellen freigesetzt werden kann. Entlang der potenziellen Route droht in den nächsten Tagen die Gefahr von extremen Regengüssen und starken Winden.
Die Vorhersagen sind jedoch noch mit großer Unsicherheit behaftet, da die unterschiedlichen Modelle abweichende Ergebnisse liefern. Fachleute empfehlen deshalb, die Wetterlage kontinuierlich zu verfolgen. Für die Küstengebiete in Süd- und Südosteuropa sowie in Nordafrika ist in den kommenden Tagen besondere Achtsamkeit geboten. (red)

