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„Da muss man durchatmen“Gebot seiner Konkurrentin macht „Bares für Rares“-Händler baff

„Oh, nu hör uff, du!“ Horst Lichters Begeisterung galt dem Verkaufsobjekt, welches sich die Expertin in der Dienstagsfolge von „Bares für Rares“ ums Handgelenk legte. (Bild: ZDF)

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„Oh, nu hör uff, du!“ Horst Lichters Begeisterung galt dem Verkaufsobjekt, welches sich die Expertin in der Dienstagsfolge von „Bares für Rares“ ums Handgelenk legte. (Bild: ZDF)

Selten stimmen bei „Bares für Rares“ Preiswunsch, Expertise und Kaufpreis überein. In der Dienstagsausgabe der ZDF-Trödelshow waren sich jedoch alle über den hohen Wert eines ganz besonderes Schmuckstücks einig.

Claudia (links) und ihre Enkelin Felicia aus Berlin hatten eine ganz besondere Uhr im Gepäck. (Bild: ZDF)

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Claudia (links) und ihre Enkelin Felicia aus Berlin hatten eine ganz besondere Uhr im Gepäck. (Bild: ZDF)

Oh, nu hör uff, du!“ Horst Lichters Begeisterung galt dem Verkaufsobjekt, welches sich die Expertin in der Dienstagsfolge von „Bares für Rares“ ums Handgelenk legte. „Wie schick das aussieht und elegant. Und ich finde, das ist auch wieder in“, sagte Heide Rezepa-Zabel. Lichter stimmte zu. Mitgebracht hatten das Stück Claudia und ihre Enkelin Felicia aus Berlin.

Hinter der Spange in der Mitte befand sich eine kleine Uhr, wie Heide Rezepa-Zabel zeigte. „Eine sogenannte Secret Watch“, wusste sie. „Darauf konnte man dezent blicken, ohne jemanden zu stören. Das entsprach dem Bild der Damen und natürlich auch der Etikette.“ - „Das Muster erinnert an textile Strukturen“, erklärte die Schmuck-Expertin über die Uhr aus den 1960er- oder 1970er- Jahren. Der Deckel, hinter dem die geheime Uhr lag, weckte bei Rezepa-Zabel Assoziationen „an ein gefaltetes Tuch“.

Die Uhr stammt von Omega aus der Schweiz - „eine Marke, die wir alle kennen“, war Rezepa-Zabel sicher.  (Bild: ZDF)

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Die Uhr stammt von Omega aus der Schweiz - „eine Marke, die wir alle kennen“, war Rezepa-Zabel sicher. (Bild: ZDF)

Die Expertin machte auf die vier Achtkant-Diamanten aufmerksam, die einen weiteren optischen Akzent setzten. „Fast wie ein kleiner Knoten, zauberhaft“, schwärmte sie. Die Steine kamen allerdings nur auf rund 0,12 Karat. Die Uhr stammt von Omega aus der Schweiz - „eine Marke, die wir alle kennen“, war Rezepa-Zabel sicher. Kino-Fans ist die Marke spätestens seit den Bond-Filmen aus den 90ern ein Begriff.

„Das ist ja toll gemacht“

Felicia entschied sich, ihre Schatulle vor Elke Velten auf dem Tisch abzulegen.  (Bild: ZDF)

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Felicia entschied sich, ihre Schatulle vor Elke Velten auf dem Tisch abzulegen. (Bild: ZDF)

Heide Rezepa-Zabel lenkte die Aufmerksamkeit auf die 750er-Gold-Legierung. Ihr Kollege fragte das Duo aus Großmutter und Enkelin nach dem Wunschpreis. Claudia und Felicia nannten eine stolze Summe. Waren 6.500 bis 7.000 Euro illusorisch? Heide Rezepa-Zabel wusste: „Der Goldankaufswert liegt schon bei zirka 6.800 Euro.“ Die Expertin stimmte dem maximalen Wunschpreis zu: 7.000 Euro. Doch die Händler hatten das letzte Wort.

Felicia entschied sich, ihre Schatulle vor Elke Velten auf dem Tisch abzulegen. „Eine gute Wahl“, fand Wolfgang Pauritsch. In der Tat wirkte Velten äußerst neugierig auf das goldene Objekt. „Eine Uhr“, erkannte Daniel Meyer aus der Ferne, schon bevor Elke Velten die Zusatz-Funktion zeigen konnte. „Das wird aufgeklappt wie ein Altar“, verriet Meyer den „Zaubertrick“, den Velten nun demonstrierte. „Wie ein Fenster links und rechts“, philosophierte Wolfgang Pauritsch. „Das ist ja toll gemacht“, war Elke Velten verzückt. „Habe ich selten so gesehen“, gab Sarah Schreiber zu.

Elke Velten kaufte das Stück. (Bild: ZDF)

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Elke Velten kaufte das Stück. (Bild: ZDF)

„Omega hat als erstes Schmuck und Uhren verarbeitet zusammen mit anderen Herstellern“, referierte Meyer. Das besondere Familienerbstück kam bei allen Händlern an. Lediglich Jan Cizek hielt sich zurück. Dennoch fragte Cizek nach der Herstellungszeit. Er tippte auf die 80er. Claudia und Felicia korrigierten: Die 60er- oder 70er-Jahre kämen infrage. „Das sieht aus wie nicht oft getragen, wie neu“, lobte Wolfgang Pauritsch und startete mit 5.000 Euro.

Nach dem Deal: Verkäuferinnen sind „sehr glücklich“

Elke Velten, Daniel Meyer und Sarah Schreiber stiegen ein. Nur Jan Cizek blieb stummer Beobachter. Als Meyer 6.600 Euro nannte, wandte sich Pauritsch an die Verkäuferinnen: „Sie haben einen guten Zeitpunkt gewählt, vor einem Jahr hätten Sie nur die Hälfte bekommen.“ „Das ist eigentlich eine Krawattenuhr“, grinste Pauritsch und hielt sich die Uhr vertikal vor die Brust. Die Kollegen lachten. Elke Velten fand die Trage-Variante jedoch „dekadent“.

Sie bot am Ende 7.000 Euro. Deal! Wolfgang Pauritsch kommentierte: „Huh, da muss man durchatmen. Zwei so nette Damen und so eine schöne Uhr, die passt zu dir, Elke!“ Felicia und ihre Oma lächelten im Nachgespräch in die Kamera: „Alle waren sehr begeistert. Wir sind sehr glücklich.“ (tsch)

Eine Begegnung der besonderen Art erlebte Horst Lichter bei „Bares für Rares“ diesmal: Als Ute und Detlev ihre alte Coca-Cola-Sammlung präsentieren wollten, fiel er fast aus allen Wolken. (Bild: ZDF)
„Bares für Rares“
Horst Lichter kann kaum glauben, wen er trifft: „Nee, hör auf!“