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Kurz nach Besitzerwechsel Real kündigt Filial-Schließungen an – drei in NRW

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Real plant die Schließung von acht Filialen (hier ein Foto vom Dach eines SB Warenhauses der Handelskette Real in Dresden im Mai 2015).

Düsseldorf – Die SB-Warenhauskette Real hat nur wenige Tage nach dem Besitzerwechsel die Schließung von acht der derzeit noch 276 Filialen angekündigt. Drei davon liegen in NRW.

Drei Real-Filialen in NRW von Schließungen betroffen

Die Märkte in Duisburg-Süd, Herten-Westerholt und Mönchengladbach-Rheydt sollen im kommenden Jahr den Betrieb einstellen, wie Real am Montag mitteilte. Bundesweit würden außerdem Märkte in Berlin-Spandau, Leißling-Weißenfels, Bitterfeld-Wolfen, Frankenthal und Goslar geschlossen.

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Betroffen seien knapp 700 Mitarbeiter. Zuvor hatte die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet.

Russischer SCP hat Real und Metro übernommen

Der russische Finanzinvestor SCP hatte erst am vergangenen Donnerstag die Kontrolle bei Real von der Metro übernommen. Er will den Konzern zerschlagen und hat bereits den Verkauf von insgesamt 141 Real-Filialen an Kaufland und Edeka vereinbart. Dabei sollen die Mitarbeiter übernommen werden.

„Zudem stehen wir mit weiteren führenden Unternehmen aus dem deutschen Lebensmitteleinzelhandel in teils finalen Verhandlungen, mit dem Ziel, auch hier möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern“, betonte der neue Real-Chef Bojan Luncer am Donnerstag.

Von Anfang an hatte SCP allerdings auch deutlich gemacht, das voraussichtlich rund 30 Real-Filialen mangels Perspektiven geschlossen werden müssten. Für die acht Standorte, die nun bekannt gegeben wurden, habe trotz intensiver Bemühungen kein Interessent gefunden werden können, berichtete die Handelskette. Deshalb bleibe nur die Schließung.

Real begründet Entscheidung mit wirtschaftlicher Lage

„Hintergrund für diese Entscheidung war die in allen Fällen schwierige wirtschaftliche Lage aufgrund sehr hoher Verluste in den vergangenen Jahren“, betonte ein Real-Sprecher. „Vor diesem Hintergrund sind die Schließungen dieser Märkte unumgänglich.“

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Das Unternehmen werde schnellstmöglich mit den zuständigen Betriebsräten Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan aufnehmen.

Bereits im März hatte Real noch unter dem alten Besitzer Metro die Schließung von sieben Filialen in Bamberg, Deggendorf, Bad Sobernheim, Papenburg, Augsburg, Rheine und in Wildau bei Berlin angekündigt. (dpa)

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