Polizei-Großeinsatz in NRW Razzia gegen Drogen-Ring – Festnahmen und neun Millionen Euro beschlagnahmt

Drogenrazzia in Städten in ganz NRW (hier ein Symbolfoto von einem Polizeieinsatz).

Drogenrazzia in Städten in ganz NRW (hier ein Symbolfoto von einem Polizeieinsatz).

Die Polizei ist mit einem Großeinsatz gegen einen Drogen-Ring in NRW vorgegangen. Durchsuchungen in Düsseldorf, Köln, Leverkusen und anderen Städten. Ein großer Geldbetrag wurde sichergestellt.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben in Nordrhein-Westfalen in den frühen Morgenstunden des Dienstags mit einem Großeinsatz gegen einen mutmaßlichen Drogenhändlerring begonnen. Wie die Polizei in Düsseldorf mitteilte, durchsuchten die Beamten insgesamt 16 Wohn- und Geschäftsgebäude in verschiedenen Städten des Bundeslands. Die Ermittlungen richten sich demnach gegen sechs Männer und zwei Frauen, die binnen eines Jahres über zwei Tonnen Drogen verkauft haben sollen.

Die Polizei durchsuchte Gebäude in Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Hilden, Leichlingen, Langenfeld, Erkrath, Winterburg, Hillesheim und Jünkerath. Sie verhaftete einen 27-jährigen und zwei 29 Jahre alte Tatverdächtige. Die Ermittler wollten zudem Vermögen in Höhe von über neun Millionen Euro beschlagnahmen und weitere Beweismittel sichern.

Razzia in NRW: Ermittlungen gehen bereits Jahre zurück

Die Ermittler hatten laut eigenen Angaben Hinweise auf die Aktivitäten der Bande aus Daten der von Kriminellen genutzten Encrochat-Software gesammelt. Der Gruppe wird vorgeworfen, im Zeitraum von März 2020 bis Juni 2021 neben „tonnenweise“ Marihuana auch rund 50 Kilogramm Haschisch und 30 Kilogramm Kokain gehandelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Düsseldorf wollen im Laufe des Tages eine erste Bilanz ziehen.

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Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte erst Ende März entschieden, dass über Encrochat übermittelte Nachrichten vor Gericht als Beweismittel zulässig sind. Über das Encrochat-Netzwerk hatten mutmaßliche Verbrecher aus dem Bereich der organisierten Kriminalität europaweit kommuniziert. Sie planten dabei schwerste Straftaten.

Französischen und niederländischen Ermittlern gelang in Zusammenarbeit mit den EU-Behörden Europol und Eurojust 2020 ein Hackerangriff auf das Programm. Dadurch konnten die Handys von zehntausenden mutmaßlichen Kriminellen überwacht werden. Infolge der Entschlüsselung wurden in Deutschland tausende Strafverfahren eingeleitet. (dpa/jv)

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