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Nächster Domino-Stein fälltGartencenter rutscht nach Hellweg-Pleite in die Insolvenz

Glasgebäude mit Aufschrift in Rot und Grün

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Glasgebäude mit Aufschrift in Rot und Grün

Die Hellweg-Pleite reißt die Nächsten mit! Jetzt ist auch eine beliebte Kette für Gartenbedarf am Ende.

Die Insolvenzwelle setzt sich fort: Zuerst die Baumarktkette Hellweg, dann die Tochter in Österreich, und nun erwischt es die nächste Firma im Verbund.

Gartencenter Augsburg, ein Unternehmen mit Tradition seit 1965, musste den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Das ist eine bittere Nachricht für die Menschen in NRW.

Hoffnung für Belegschaft und Kundschaft

Die Gründe für die wirtschaftlichen Probleme sind vielfältig: Teurere Einkaufskonditionen, erhöhte Mietkosten und eine deutliche Zurückhaltung der Kundschaft beim Geldausgeben. Zusätzliche Belastungen durch die Inflation haben die Lage für die Firma verschärft. Das berichtet „t-online“ mit Bezug auf die „Ruhr Nachrichten“ und „RP Online“.

Der Verkauf in den Filialen in Schwerte, Castrop-Rauxel, Hagen, Unna, Bochum, Krefeld und Iserlohn geht zunächst einmal weiter. Die Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist laut Firmenleitung für die kommenden drei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit sichergestellt.

Das Verfahren läuft in Eigenverwaltung ab, das Management behält also die Kontrolle und erhält Unterstützung von Sanierungsspezialisten der Kanzlei Görg. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Stefan Denkhaus von der Kanzlei BRL ernannt – er ist bereits mit den Hellweg-Insolvenzen vertraut.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Gerrit Hölzle kündigte an: „Im Rahmen der Eigenverwaltung werden wir umgehend einen strukturierten Investorenprozess einleiten, um die Zukunft des Unternehmens dauerhaft zu sichern.“ Ein neuer Eigentümer soll bis zum Ende August feststehen.

Ein Sprecher der Hellweg-Gruppe hatte erst am 18. Juni mitgeteilt, Gartencenter Augsburg befinde sich „nicht in einem Verfahren“. Für die Traditionsfirma ist dies außerdem schon die zweite Zahlungsunfähigkeit. Schon im Jahr 2013 gab es eine Insolvenz – aus der das Unternehmen damals ironischerweise von Hellweg gerettet wurde. (red)

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