Nach den Bestechungsvorwürfen gegen Gefängnismitarbeiter der JVA Euskirchen gibt es neue Enthüllungen. Elektronische Generalschlüssel sind verschwunden.
Neue Enthüllungen nach BestechungsvorwürfenElektronische Generalschlüssel der JVA Euskirchen verschwunden

Copyright: Thomas Banneyer/dpa
In der JVA Euskirchen (Archivfoto vom 6. Mai 2026) sind auch elektronische Generalschlüssel verschwunden.
Der Skandal in der JVA Euskirchen, in der mehrere Justizvollzugsbeamte unter Bestechungsverdacht stehen, weitet sich aus! Nach dpa-Informationen sind dort zwei elektronische Generalschlüssel verschwunden. Unbekannte haben dafür Transponder manipuliert und das Innenleben ausgetauscht.
Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) hat den Vorgang dem Vernehmen nach im vertraulichen Teil der Sondersitzung des Rechtsausschusses am Dienstag (12. Mai 2026) dargelegt.
Knast-Schloss mit Transponder geöffnet
Demnach waren Unregelmäßigkeiten an der Schließanlage aufgefallen. Es kam heraus, dass ein Schloss der Justizvollzugsanstalt mit einem Feuerwehr-Transponder geöffnet worden war. Der sollte eigentlich mit weiteren Exemplaren in einem verschlossenen Koffer für den Notfall aufbewahrt bleiben. Als man alle Transponder in dem Koffer untersuchte, kam heraus, dass bei zweien jeweils das Original-Innenleben verschwunden und gegen andere ausgetauscht worden war.
Ob der Vorgang mit den Bestechungsvorwürfen gegen acht Bedienstete der JVA Euskirchen zusammenhängt, ist Teil der Ermittlungen. Die Gefängnismitarbeiter stehen im Verdacht, als Gegenleistung für das Gewähren von Hafterleichterungen Vorteile angenommen zu haben, wie Limbach im öffentlichen Teil der Sondersitzung des Rechtsausschusses sagte. Ermittelt werde zudem gegen drei ehemals dort inhaftierte Männer. (dpa)
