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Jackie Sharon TamblynVom Arbeiterkind aus NRW zur Multi-Millionärin

Jackie Sharon Tamblyn wuchs am Niederrhein in einfachen Verhältnissen auf. Heute ist die 39-Jährige Selfmademillionärin.

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Jackie Sharon Tamblyn wuchs am Niederrhein in einfachen Verhältnissen auf. Heute ist die 39-Jährige Selfmademillionärin.

Jackie Sharon Tamblyn wuchs am Niederrhein in einfachen Verhältnissen auf. Heute ist sie Multi-Millionärin. Wie hat sie das geschafft?

Mit ihrer Erfolgsgeschichte ist sie für viele, die ähnliche Ziele haben, ein absolutes Vorbild: Jackie Sharon Tamblyn wuchs in Willich bei Düsseldorf in einfachen Verhältnissen in einer Arbeiterfamilie auf. Nach erfolgreichem Studium, Karrierestart in unterschiedlichen Konzernen, nach zwei Burn-outs und der Geburt ihres Sohnes befand sie sich an einem Wendepunkt in ihrem Leben.

Statt auf Sicherheit zu setzen, ging sie 2019 „All in“ und wagte aus der Elternzeit heraus den Sprung in die Selbstständigkeit. Mit Erfolg: 17 Monate später hatte sie ihre erste Umsatzmillion erwirtschaftet. Heute verzeichnet ihr Unternehmen einen Umsatz von 15 Millionen Euro und betreut über 5000 Klientinnen und Klienten. EXPRESS.de sprach mit der 39-Jährigen – auch darüber, wie jedem so ein Erfolg gelingen kann.

„Attitude im Rheinland ist einfach eine ganz besondere“

Die rheinische Frohnatur und das rheinisch-ehrliche Gemüt werden immer in Selfmade-Millionärin Jackie Sharon Tamblyn stecken – egal, wo sie gerade lebt. Normalerweise ist ihr Lebensmittelpunkt in Dubai. Durch den Iran-Krieg ist sie mit ihrem achtjährigen Sohn derzeit aber in Thailand.

„Die Attitude im Rheinland ist einfach eine ganz besondere. In anderen Ländern wird manchmal eher etwas weggelacht. Das haben wir im Rheinland nicht, da wird einem schon ganz gerne auch mal etwas auf den Kopf zugesagt. Aber mir ist es auch tausendmal lieber, etwas ehrlich und frei von der Leber weg zu sagen. Deshalb fühle ich mich im Rheinland auch immer sehr wohl.“

Tamblyn: „Mein Motiv, alles zu verändern, war Freiheit“

Die deutsch-britische Unternehmerin ist Business-Mentorin und Gründerin der „All In Academy“. Durch ihre Coachings begleitet sie insbesondere Frauen auf dem Weg zu finanzieller Unabhängigkeit und langfristigem wirtschaftlichem Erfolg. Als ausgewiesene Expertin für Erfolgspsychologie, Identitätsarbeit und Business-Skalierung – mit Fokus auf starke und selbstbewusste Unternehmerinnen - tritt sie regelmäßig in verschiedenen Medien- und Fernsehformaten auf. In ihrem Podcast „All In Podcast: Rich & Real“ erzählt Jackie von ihrer finanziellen Reise und tauscht sich mit anderen Unternehmerinnen aus.

Was aber gab ihr persönlich den Anstoß, alles zu verändern und den Traum vom eigenen Business auf die Beine zu stellen? „Das Motiv war Freiheit. Dabei ging es noch nicht einmal um die finanzielle oder örtliche Freiheit. Sondern in erster Linie um emotionale Freiheit. Das heißt: Ich komme aus einer Arbeiterklasse-Familie. Mein Vater war britischer Soldat am Niederrhein, meine Mutter war Vorstandssekretärin in Düsseldorf. Ich habe mitbekommen, dass sie immer sehr hart ums Überleben gekämpft haben und dass sie vom Arbeitsmarkt abhängig waren.“ Ihr Vater wurde eines Tages arbeitslos – dadurch war Jackies Kindheit auch geprägt von finanziellen Engpässen.

Nach ihrem Masterstudium, das Jackie Sharon Tamblyn mit der Note 1,3 abschloss, startete sie ihre Berufskarriere im Personalwesen und in der Unternehmensführung bei unterschiedlichen Konzernen, etwa bei „StepStone“ in Düsseldorf. Die Geburt ihres Sohnes markierte 2018 den Wendepunkt in ihrem Leben. „Nachdem ich selbst zwei Burn-outs und auch chronische Migräne hatte, war für mich einfach der ausschlaggebende Punkt, ein Leben zu erschaffen, in dem ich die Regeln machen kann. In dem ich das tun und lassen kann, was ich möchte und ich mich nicht für Geld oder einen Job verbiegen muss. Sprich: Mein authentisches Selbst und meine emotionale Freiheit leben zu dürfen.“

Tamblyn: „Dann habe ich erkannt: Die größte Sicherheit bin ich selbst“

Dabei lag ein Leben als Millionärin nicht gerade in der Luft für Jackie Sharon. Sie hatte ihr Abitur in Willich absolviert, dann machte sie ihr Studium an der Ruhr-Uni zu Sozialpsychologin sowie Sozialwissenschaftlerin (M.A.) in Bochum und arbeitete dazu noch.  „Ich habe einen Vollzeitjob und Vollzeitstudium parallel gewuppt. Ich wurde nicht mit goldenem Löffel im Mund geboren, sondern habe alles selbst erwirtschaftet. Dadurch, dass ich nicht aus einer Unternehmerfamilie stamme, war ein Leben als Selfmade-Millionärin weit weg – so etwas war nicht für mich, sondern für andere gedacht. Mein größtes Anliegen damals war nicht die Freiheit, sondern die Sicherheit. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, dass ich in einem System sicher bin. Bis ich dann erkannt habe: Die größte Sicherheit bin ich selbst und niemand anderes“, erklärt Jackie Sharon Tamblyn.

„Ich musste einfach verstehen, und ich glaube, das war der größte Punkt für mich, dass in diesem Leben nichts und niemand dafür verantwortlich ist, wie es mit geht – außer mir selber. Wenn man das erkennt, dann geht damit eine gewisse Freiheit einher. Aber auch eine Verantwortung und Verpflichtung. Das heißt: Ich habe einfach angefangen, die Verantwortung, die ich vorher vielleicht auf das System oder auf meine Eltern geschoben habe, auf mich zu nehmen. Da musste ich einfach radikal ehrlich zu mir selbst sein und sagen: ,Nein, Jackie. Du bist jetzt erwachsen.'“

Das war nach der Geburt ihres Sohnes, damals war sie 32 Jahre alt. Jackie Sharon Tamblyn: „Es hat niemand Verantwortung für dein Leben außer dir selber. In dem Moment, wo du das erkennst, und dann auch wirklich die ganze Macht an dieser Stelle zu dir zurückholst, die du vielleicht vorher tröpfchenweise an andere abgegeben hast, dann kriegst du auch den Mut, dein Leben in deine Hände zu nehmen. Das ist der absolute Schalter, der umgelegt werden muss. Bei jedem, der nach Freiheit strebt.“

Jackie Sharon: „Von einer Opferrolle in eine Schöpferrolle gehen“

„Dieses Mindset: Niemand ist für mein Leben verantwortlich außer ich selbst. In dem Moment passieren innerlich Dinge, wo man den Mut fasst und sich auch sagt: Scheitern und Fehler machen, das gehört dazu. Ich sage auch nicht, dass ich so erfolgreich geworden bin, weil ich nie Fehler gemacht habe. Sondern ich bin so erfolgreich geworden, weil ich mich getraut habe, ganz viele Fehler zu machen, um dann entsprechend Kurskorrekturen vorzunehmen – ohne viel Zeit damit zu verschwenden, mich selbst runterzumachen und zu überlegen, woher kam der Fehler und warum passiert mir das. Das bedeutet: Von einer Opferrolle in eine Schöpferrolle zu gehen. Und zwar für jedes Ergebnis, das du hast. Das war der Gamechanger.“

Ihre Erkenntnis: Chance und Risiko kommen immer im Paket. Das ist das, was sie vor allem auch an Frauen vermittelt. „Ich habe verschiedene Seminare und Programme. Diese Programme spiegeln alle meine Reise wider. Ein Programm, das eher eines für Einsteiger ist, heißt 'First Millionaire of the Family'. Also erster Millionär der Familie. Das mag erstmal so klingen, als würde es oberflächlich um Geld gehen. Aber es geht um tiefe Familienheilung. Nämlich: Wie verändert sich meine Identität, wenn ich mich auf den Weg der Freiheit mache, wenn ich mich verändere? Wenn ich andere Ansichten entwickle? Welche Glaubenssätze rund um das Thema Geld und Erfolg hat meine Familie mir vielleicht mitgegeben, oder welche Geschichte über mich selber erzähle ich mir eigentlich noch – und wie kann ich das verändern? Es geht dabei auch um ein Phänomen, das nennt sich transgenerationale Übertragungen.

Jackie Sharon Tamblyn brauchte 17 Monate bis zur ersten Million

„Welche Glaubenssätze rund um Geld, Erfolg und Spiritualität werden von Generation zu Generation und deren Geschichte auch unbewusst weitergegeben? Dadurch, dass ich auch aus dem psychologischen Bereich komme, war das für mich superspannend. Und es war auch nichts, wo ich mir einfach mal ein paar Motivationsbücher durchgelesen habe, sondern ich bin tief in die Psychologie der Identität reingegangen und habe gesehen: Das glaube ich über mich. Das glaube ich über Erfolg und das über reiche Menschen. Ich hatte lange Zeit den Glaubenssatz: reiche Menschen sind böse. Jemand, der diesen Glaubenssatz hat – etwa weil er ihn durch seine Familie vermittelt bekam – der kann ja nicht zu so einer Gruppe dazugehören und wirklich erfolgreich werden, weil er sich unterbewusst dagegen wehrt, erfolgreich zu werden. Das überhaupt zu erkennen und aufzulösen und zu schauen, wie wurde ich denn konditioniert, das war für mich der gewinnbringendste Prozess.“

Es dauerte bei Jackie Sharon Tamblyn 17 Monate vom Start „Schalter umkippen“ bis zur ersten Million: „Von dem Moment, wo ich losgegangen bin, bis zur ersten Umsatzmillion habe ich 17 Monate mit meiner Firma gebraucht. Die zweite Million habe ich dann innerhalb von sechs Wochen erwirtschaftet. Was einfach interessant ist, weil es zeigt: Wenn du einmal bestimmte Dinge in deiner Identität erkennst und löst, dann funktionieren Prozesse danach viel, viel schneller, weil du einfach anders denkst und fühlst und dementsprechend anders handelst und andere Resultate bekommst.“

Was bedeutet Selfmademillionärin Jackie Sharon Tamblyn Geld? „Geld bedeutet mir sehr viel, aber nicht im Sinne von: Jetzt habe ich was und dann bin ich wer. Sondern als Thema an sich. Weil ich einfach glaube, dass jeder Konflikt, den es da draußen gibt, ein Ressourcenkonflikt ist und Geld somit auch eine große Ressource ist. Entsprechend ist es ein großes Konfliktthema. Wenn es da mehr finanzielle Bildung gäbe und wir es unemotional betrachten würden, dann würde die Gesellschaft viel friedvoller zusammenleben. Es gäbe viel weniger Konflikte in Familien, weniger Streitigkeiten und Scheidungen. Das alles sind Resultate aus einer ungehaltenen Beziehung mit Geld. Entsprechend bedeutet mir Geld sehr viel als Thema.“ Einen Einblick in ihr Schaffen und ihr Angebot bekommt man auf auch ihrem Instagram-Kanal: thejackiesharontamblyn.

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