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Fall Debbie SassenRazzia nach 30 Jahren – jetzt die Wende?

Debbie Sassen Vermisstenbild

Der Vermisstenfall Debbie Sassen bewegt die Menschen seit 1996. (Archivbild)

Aktualisiert

Neue Hoffnung im Cold Case Debbie Sassen: Fast 30 Jahre nach ihrem Verschwinden gab es Razzien.

Gibt es nach fast 30 Jahren endlich eine neue Spur? Im Vermisstenfall Deborah Sassen haben Ermittler und Ermittlerinnen der Düsseldorfer Polizei am Montag und Dienstag (27. Januar) großangelegte Durchsuchungen im Stadtteil Wersten vorgenommen.

Dies meldet die „Rheinische Post“. Ein Grundstück, das sehr nah an ihrem damaligen Schulweg liegt, stand im Mittelpunkt der Aktion. Die damals achtjährige Schülerin ist seit dem 13. Februar 1996 wie vom Erdboden verschluckt.

Suche in Sickergrube: Was fanden die Ermittler?

Weil Mord in Deutschland nicht verjährt, geht die Mordkommission auch nach fast drei Jahrzehnten jedem noch so kleinen Hinweis nach. Bei den jetzigen Durchsuchungen wurde das Gelände systematisch untersucht. Dabei kam auch schweres Gerät zum Einsatz. So konnten die Einsatzkräfte auch verborgene Bereiche unter der Erde für die Spurensicherung erreichen.

Ein wichtiger Teil des Einsatzes war das Leeren und die genaue Untersuchung einer Sickergrube auf dem Grundstück in Wersten. Spezialkräfte der Polizei sowie Forensiker und Forensikerinnen durchkämmten das Areal minuziös. Sie suchten nach menschlichen Überresten oder persönlichen Dingen des damals vermissten Mädchens.

Die undatierten Handouts der Polizei zeigen die achtjährige Deborah Sassen (l), die vor 30 Jahren spurlos verschwand.

Die undatierten Handouts der Polizei zeigen die achtjährige Deborah Sassen (l), die vor 30 Jahren spurlos verschwand. Die Computeranimation (r) zeigt, wie die Schülerin im Jahr 2006 ausgesehen haben könnte. Die Düsseldorfer Polizei ermittelt nach wie vor im Fall. (Archivbild)

Nach offiziellen Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bei der Aktion mögliche Beweismittel sichergestellt. Deren Bedeutung für den Fall muss nun in kriminaltechnischen Laboren untersucht werden. Zu den Details der Funde hielten sich die Ermittler und Ermittlerinnen bedeckt. Sie betonten aber, dass die Durchsuchungen auf konkreten Hinweisen beruhten. Diese hatten sich aus der ständigen Analyse von Altfällen, den sogenannten „Cold Cases“, ergeben.

Das Verschwinden von Deborah Sassen im Jahr 1996

Das Schicksal des Mädchens bewegt die Region seit jenem 13. Februar 1996. An diesem Tag kam das Kind nach dem Schwimmunterricht gegen 12.00 Uhr mittags nicht mehr heim. Ihr Weg von der Grundschule am Rheindorfer Weg war nur wenige Hundert Meter lang, doch genau dort verliert sich jede Spur von ihr.

Obwohl es eine der größten Suchaktionen in der Geschichte der Düsseldorfer Polizei gab und viele Fahndungsaufrufe, etwa in Sendungen wie „Aktenzeichen XY... Ungelöst“, ist der Fall bis heute ein Rätsel. Die jetzigen Grabungen und Untersuchungen machen aber deutlich: Die Behörden haben die Hoffnung nicht aufgegeben, den Fall doch noch aufzuklären und den Angehörigen Gewissheit zu verschaffen. Hinweise aus der Bevölkerung nimmt die Polizei weiterhin unter der Rufnummer 0211 870 0 entgegen. (jag)

Ein Polizeiauto in der Nacht bei einem Einsatz. (Symbolfoto)

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