Tropennacht in DüsseldorfBad Bunny mit heißer Show – am Ende heißt es, Handys weg!

20.06.2026, NA, Düsseldorf: Reggaeton-Star Bad Bunny steht beim ersten von zwei Deutschland-Konzerten auf der Bühne. Foto: Henning Kaiser/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Copyright: Henning Kaiser/dpa

Reggaeton-Star Bad Bunny steht am Samstag (20. Juni 2026) beim ersten von zwei Deutschland-Konzerten auf der Bühne in Düsseldorf.

Fast drei Stunden pure Ekstase: Der puertoricanische Megastar Bad Bunny (32) feiert im Rahmen seiner „DeBÍ TiRAR MáS FOToS World Tour“ eine schweißtreibende Megaparty in der ausverkauften Merkur-Spiel-Arena.

Eigentlich war nur eine einzige Show von Bad Bunny (32) geplant. Doch weil der Ansturm auf den puertoricanischen Ausnahmekünstler im Vorfeld so hoch war, schoben die Veranstalter sofort einen Zusatztermin am Sonntag in Düsseldorf hinterher. Die insgesamt zehntausenden Karten waren innerhalb weniger Minuten restlos ausverkauft.

Doch bevor Benito Antonio Martínez Ocasio, Künstlername Bad Bunny, auf die Bühne kam, gab es für die wartende Menge jedoch erst einmal einen Dämpfer: Die Stadionbetreiber hatten bei dem Wetter das Stadiondach geschlossen. Obwohl draußen die Sonne schien, staute sich im Saal schnell eine brutale Hitze von über 35 Grad an. Unter den Zuschauern machte sich darüber zunehmend Frust breit, doch jeglicher Ärger verflog direkt, als Benito schließlich die Bühne betrat.  

Grenzenlose Fan-Nähe auf der „Casita“

Trotz der hohen Temperaturen in der Halle eröffnete der Puertoricaner seine Show in einem eleganten, beigen Anzug – und blieb während des ganzen Auftritts seinem Prinzip treu: Während seiner Show spricht der mehrfache Grammy-Gewinner kein einziges Wort Deutsch oder Englisch, sondern ausschließlich Spanisch.

Mit den ersten Tönen des emotionalen Openers „LA MuDANZA“ riss er die Massen mit, um direkt danach seinen weltweiten Sommer-Hit „Callaita“ nachzulegen. Die Fans erlebten dabei ein absolut einzigartiges Bühnenkonzept: Benito hatte nicht nur das klassische Publikum vor sich, sondern seine treuesten Anhänger fanden auch an den Seiten und sogar direkt zwischen Bühne und Leinwand ihren Platz.

Nach 50 Minuten auf der Hauptbühne folgte der große Szenenwechsel. Weiter ging es auf der „Casita“. Dabei handelt es sich um ein liebevoll nachgebautes, kleines rosa Haus auf der komplett gegenüberliegenden Seite der normalen Bühne. Dorthin werden vor der Show nur Fans mit einer riesigen Portion Glück direkt aus dem Publikum eingeladen, aber ab und zu finden sich dort auch internationale Superstars und Promis unter der exklusiven Menge.

Für diesen Part der Party kleidete sich Bad Bunny in einen lässigen Adidas-Trainingsanzug samt der legendären TEAMGEIST-Jacke mit der Nummer 10, der passenden Hose und sogar den passenden Sneakern. Es handelte sich um das komplette, geschichtsträchtige Set, welches im Zuge der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland weltberühmt wurde. Er trug dieses Outfit unter anderem bei seinem Mega-Hit „Titi me preguntó“.

Arena wird zum bunten Flaggenmeer

Genau hier mutierte die Arena plötzlich zu einem überwältigenden, bunten Flaggenmeer. Überall sah man die Flaggen aus Mexiko, Argentinien, Puerto Rico, Venezuela und Brasilien, um nur einige zu nennen. Der Anblick, erinnerte an seine geschichtsträchtige Super-Bowl-Halbzeitperformance im Februar dieses Jahres.

Nach rund eineinhalb Stunden passierte schließlich das, worauf alle sehnsüchtig gewartet hatten: Das Stadiondach öffnete sich! Es strömte endlich frische Sommerluft in die kochende Arena. Damit brach auch der letzte Part der Show an. Völlig verrückt: Ausgerechnet jetzt, wo die kühle Luft hereinzog, trat Benito bei 30 Grad mit dicker Fellmütze und Handschuhen auf, als er wieder auf die Hauptbühne zurückkehrte.

Während seines Hits „DtMF“ stoppte der Weltstar kurz und richtete einen emotionalen Appell direkt an seine Fans : „Packt das Handy weg und denkt an eure Liebsten! Genießt den Moment und sagt den Leuten, die ihr liebt, wie gern ihr sie habt. Das jetzt ist ein Moment für das Herz und das Gedächtnis und nicht für das Handy!“

Kurz vor dem großen Finale sagte eine Zuschauerin in der Menge: „Ich krieg' gerade Gänsehaut, trotz der 30 Grad hier in der Halle“. Zwar fiel das abschließende Feuerwerk im direkten Vergleich zu anderen Weltmetropolen seiner aktuellen Tournee, wie etwa Madrid oder Barcelona, ein bisschen kleiner aus, doch das war an diesem Abend völlig egal.

Polizei in NRW
An NRW-Kita
Mann stürmt mit Messer auf Polizei zu – dann fällt ein Schuss