Unwetter-Schäden gewaltig  Wind-Walze sorgt für Bahn-Chaos in Bonn

Düstere Wolken über Bonn, geschossen von EXPRESS-Leserin Kerstin Schüßler.

Düstere Wolken über Bonn, geschossen von EXPRESS-Leserin Kerstin Schüßler.

Bonn/Region – Was für ein Wetter-Chaos! Erst Sonnenschein mit bis zu 30 Grad, dann Hagelsturm mit gefährlicher eiskalter Fracht und am Abend eine Windwalze, die Bäume entwurzelte und sogar Tote forderte. Ebenfalls betroffen vom Unwetter: Der Zugverkehr in der Region, der stundenlang ausfiel.

Tragisch: Ein Bayer-Forscher (52), der am Feiertag ins Labor gekommen war, um bei einem Problem zu helfen, war mit dem Rad in Köln auf dem Heimweg, als ein Baum auf ihn stürzte. Der Vater von drei Kindern ist sofort tot.

Auch in der Bonner Gronau stürzten am Rheinufer Bäume um. Im ganzen Bonner Stadtgebiet krachten Äste von den Bäumen. Das hatte üble Folgen für den Bahnverkehr, der vollständig zusammenbrach. „Wir konnten so schnell auch keine Ersatzbusse bekommen“, erklärt ein Bahnsprecher. Die Fahrgäste mussten auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Erst ab 9.30 Uhr rollten am Mittwoch wieder Züge bei Bonn.

Den Totalausfall bemerkte auch die SWB: „Wir hatten deutlich mehr Betrieb auf den Linien 16 und 18, die die DB-Kunden aufnahmen,“ so Sprecherin John an. Ansonsten musste einzig die Linie 636 wegen Sturmschäden einen Umweg fahren. Kleine Löcher hinterließen Hagelkörner in den Glasdächer der Betriebshöfe.

Im Rhein-Sieg-Kreis wütete es besonders heftig in Bornheim, Alfter, Windeck, Königswinter, Eitorf und Hennef. 150 Einsätze wurden bis 22.30 Uhr über die Leitstelle koordiniert, hauptsächlich wegen umgestürzter Bäumen und überfluteter Straßen.
Regelrecht zersiebt wurden Dächer in Zülpich, faustgroßer Hagel zerschoss Solarkollektoren, in einigen Straßen wurden fast alle Autos zerbeult. Teile eines Dachs flogen über die Bessenicher Kreuzstraße. Eine Frau wurde am Kopf verletzt.

Jetzt haben die Versicherungen ordentlich zu tun. Exemplarisch sagt Bernd Engelin, Sprecher Zurich Versicherung (44): „Wir hatten gestern morgen in den ersten beiden Arbeitsstunden schon das Dreifache an Schadensmeldungen im Vergleich zu einem normalen Tag. Allerdings gilt das bundesweit - für das Rheinland und den Raum Düsseldorf sind die Zahlen sicherlich sehr viel höher. Besonders Hagelschäden an Kfz, aber vor allem auch Sturmschäden und Blitzschlag - da sind schon einige hundert Fälle aufgelaufen.“

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Und in den nächsten Tagen soll es so weitergehen! „Es war ein mittelschweres Ereignis für uns, das sicher Schäden im hohen Millionenbereich angerichtet hat.“

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