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Vom Depot ins Bonner Basecamp In „Bönnscher Bimmel“ kann wieder Ja gesagt werden

Bonn – Das Versteckspiel ist vorbei: Nachdem die „Bönnsche Bimmel“ bereits im Oktober ihren Weg vom abgeschotteten Betriebshof vors Bonner Basecamp fand , ist sie ab sofort wieder im Einsatz. SWB-Geschäftsführerin Anja Wenmakers  und Basecamp-Chef Michael Schlößer feierten mit mehreren Gästen am Donnerstag die offizielle Wiedereröffnung der mehr als 100 Jahre alten Straßenbahn.

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SWB-Geschäftsführerin Anja Wenmakers freut sich, dass die Bahn ein neues Zuhause gefunden hat.

Selbstverständlich bleibt der aktuelle Zustand erhalten  – an historischen Edelholztischen und roten Polstersitzen finden 19 Gäste Platz und Schlößer verrät, was er in Zukunft mit der Bimmel plant:

„Natürlich wird die Bahn auch wieder als Trauzimmer zur Verfügung stehen. Aber die Bahn ist wegen ihres Ambientes als Location für Fotoshootings auch sehr beliebt.“

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„Bönnsche Bimmel“: Offen für private und öffentliche Veranstaltungen

Neben privaten Buchungen steigen in der Bimmel aber auch öffentliche, kleinere Veranstaltungen. Dabei denkt Schlößer zum Beispiel an Weinproben oder Food-Events, die aber auch sehr speziell sein können. Etwa nur für Singles oder für ältere Menschen.

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Basecamp-Chef Michael Schlößer (2.v.l.) und SWB-Geschäftsführerin Anja Wenmakers (2.v.r.) mit Gästen im edlen Inneren der „Bönnschen Bimmel“.

Dem Bonner Hotelier liegen aber auch bereits Anfragen von Paaren vor, die vor Jahren in der Bimmel geheiratet haben und einfach dort noch mal einen schönen Abend verbringen möchten.

„Bönnsche Bimmel“:  Vor vier Monaten zog sie um

Zwei Jahre wurde die „Bönnsche Bimmel“ vor der Öffentlichkeit „versteckt“ – eingelagert im Beueler Betriebshof. Seit Oktober können sich die Bonner wieder an ihr erfreuen. Im Basecamp, dem Bonner Jugendhotel, hat sie vor vier Monaten eine neue Heimat gefunden.

„Bönnsche Bimmel“: Bis zum Entladen vergingen mehrere Stunden

Schneller als gedacht war die 18,8 Tonnen schwere Straßenbahn am 10. Oktober gegen 8 Uhr auf dem Schwerlasttransporter. Auf Schienen wurde sie auf den Riesen-Brummi gezogen – auch der Transport Richtung Basecamp an der Dottendorfer Straße/Ecke In der Raste ging zügig.

Bis die Bimmel jedoch ihren endgültigen Platz vor dem Basecamp fand, vergingen Stunden. Nicht alltäglich wird ein so schweres Gerät auf so engem Raum verladen – so dauerte es bis in die Nachmittagsstunden, bis Basecamp-Chef Michael Schlößer durchatmen und sich  freuen konnte.

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Die „Bönnsche Bimmel“ hängt am Haken und steht in Zukunft vor dem Basecamp. 

In der „Bönnschen Bimmel“ kann man auch heiraten

Viele vorbereitende Maßnahmen waren zuvor nötig, denn eine Straßenbahn kann man nicht einfach so an den Haken nehmen. Ein Zusatzgerüst war nötig, um die Bahn schließlich dort abzuladen, wo sie in Zukunft für Trauungen, Kleinveranstaltungen und Fotoshootings bereitsteht.

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Mehrere Stunden verharrte der Transporter auf der Dottendorfer Straße. Nach vielen vorbereitenden Maßnahmen konnte die Bimmel am Mittwochnachmittag ihren neuen Platz beziehen. 

„Wir fanden, dass dieses schöne Stück Bonner Vergangenheit nicht einfach aus dem Stadtbild verschwinden darf“, so Schlößer. Klar: Wenn die Bimmel irgendwo hinpasst, dann ins Basecamp, das weltweit einzigartige Hotel, das seinen Gästen die Übernachtung in historischen Wohnwagen, Zugwaggons oder einer Seilbahn ermöglicht. Schlößer: „Hier kann die Bimmel ab sofort jeder besuchen und sich  an ihr erfreuen.“

„Bönnsche Bimmel“: 1911 in Dienst gestellt

Mehr als 100 Jahre hat die Bahn auf dem Buckel – 1911 wurde sie als Beiwagen auf der Straßenbahn von Bonn nach Bad Godesberg in Betrieb genommen. Nach dem Krieg fuhr das Altertümchen – nach dem Umbau zum Triebwagen –  jahrzehntelang zwischen Mehlem und Bonn. Doch irgendwann hatte sie ausgedient und fand ihre letzte „Berufung“ als Partybahn oder rollendes Standesamt. (stz)

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