Endgültiges Aus für die Bonner Nordbrücke: Nach dem beschlossenen Abriss gibt es nun einen Fahrplan für Pendler.
Endgültiges Aus für wichtige RheinbrückeAbriss beschlossen – so geht es jetzt weiter

Copyright: Benjamin Westhoff/dpa
Die gesperrte Friedrich-Ebert-Brücke (Archivbild).
Aktualisiert:
Die Mängel sind einfach zu heftig, da ist nichts mehr zu machen. Für die Bonner Nordbrücke kommt jetzt das endgültige Aus. Die Vorbereitungen für den Abriss laufen an.
Für unzählige Autofahrer gibt es jetzt traurige Gewissheit: Die Nordbrücke in Bonn wird auf unbestimmte Zeit nicht wieder geöffnet. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gab bekannt, dass die sogenannte Vorlandbrücke derart massive Mängel aufweist, dass dort kein Verkehr mehr rollen darf. Diese Hiobsbotschaft verkündete er am Freitagvormittag (19. Juni) während eines Pressetermins im zuständigen Ministerium in Bonn.
Brücke soll noch in diesem Jahr abgerissen werden
Die schwer in Mitleidenschaft gezogene Vorlandbrücke auf der linken Rheinseite soll noch in diesem Jahr dem Erdboden gleichgemacht werden. Der Startschuss für den Neubau des Elements ist ebenfalls für 2026 geplant.
Eine gute Nachricht gibt es aber: Die eigentliche Strombrücke ist laut den Zuständigen noch sicher und bleibt vorerst nutzbar. Der Minister äußerte, dass die gesamten Arbeiten am neuen Brückenteil bis Ende 2028 fertiggestellt sein könnten.
Trotz Teilsperrung: Schäden wurden immer schlimmer
Laut Schnieder sollen die Abrissplanungen direkt im Anschluss an den Pressetermin starten. Die Nordbrücke, ein Teil der Autobahn A565, ist seit dem 3. Juni komplett dicht. Schon Anfang Februar wurde das fast 60 Jahre alte Bauwerk für Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt. Doch die Spalten in der Vorlandbrücke weiteten sich trotzdem aus.
Für die Region ist die Brücke eine Lebensader. Bei einem Besuch vor Ort vor zwei Wochen hatte Patrick Schnieder die immense Wichtigkeit als Ost-West-Achse für täglich etwa 100.000 Autos und Lkw unterstrichen. Auch für den Rad- und Fußverkehr sei sie von großer Bedeutung. Damals versicherte der Minister, dass das Bauwerk höchste Priorität genieße. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
