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Alarm in NRWKeime im Wasser – vier Gemeinden müssen jetzt handeln

In vielen Bereichen der Eifel muss das Trinkwasser abgekocht werden (Symbolbild).

Copyright: IMAGO/Sven Simon

In vielen Bereichen der Eifel muss das Trinkwasser abgekocht werden (Symbolbild).

Schock-Fund im Hochbehälter Giescheid! Im Trinkwasser wurden Keime entdeckt. Für Tausende Menschen in der Eifel gilt ab sofort eine dringende Warnung.

Ein Routine-Test im Wasser-Hochbehälter Giescheid in der Gemeinde Hellenthal brachte die alarmierende Nachricht: Enterokokken-Bakterien wurden gefunden. Der Kreis Euskirchen machte die Information umgehend öffentlich. Weil ein Risiko für die Gesundheit der Bürger besteht, wurde vom Gesundheitsamt des Kreises als Vorsichtsmaßnahme ein sofortiges Abkochgebot erlassen, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

Für die Bewohner bedeutet das: Das Wasser aus dem Hahn darf vorerst nicht mehr direkt genutzt werden. Zum Trinken, Kochen, für die Zubereitung von Getränken, zum Zähneputzen oder zur Säuberung von Wunden muss es zwingend behandelt werden. Die klare Anweisung lautet: Das Wasser einmal kräftig zum Sprudeln bringen und danach für wenigstens zehn Minuten abkühlen lassen. Ein Wasserkocher ist dafür ideal.

Wofür das Wasser noch sicher ist

Eine kleine Erleichterung gibt es aber: Die Toilettenspülung oder andere alltägliche Aufgaben im Haushalt sind nicht betroffen. Hierfür kann das Kranwasser weiterhin bedenkenlos verwendet werden. Die Behörden werden eine separate Mitteilung herausgeben, sobald die Anordnung zum Abkochen wieder aufgehoben ist.

Zudem bittet der Wasserverband Oleftal darum, auch Nachbarn und Mitbewohner über die Situation in Kenntnis zu setzen. Bei Unklarheiten steht der Wasserverband telefonisch unter 02482/9500-0 zur Verfügung.

Die Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden im südlichen Teil des Kreises Euskirchen wurde am Mittwochabend über die Warn-Apps NINA und Katwarn alarmiert.

Doch was genau sind Enterokokken? Es handelt sich um Keime, die ein natürlicher Bestandteil der Darmflora bei Mensch und Tier sind. In dieser Umgebung sind sie normalerweise unbedenklich. Ihr Auftauchen im Trinkwasser ist jedoch ein ernstes Alarmsignal. Es deutet auf eine mögliche Kontamination durch Fäkalien hin.

Die gesundheitlichen Konsequenzen können unangenehm sein: Es drohen Durchfall, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe. Insbesondere für Personen mit einem schwachen Immunsystem besteht die Gefahr von ernsteren Infektionen. (red)

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