Krasser Auftritt beim „Promiboxen“ Thorsten Legat: Ist der eigentlich immer so irre?

Düsseldorf – Er zelebrierte sich als „The Punch from the Pott“ - und so trat er auch auf.

Als Thorsten Legat beim großen ProSieben Promiboxen in den Ring einmarschiert, muss man sich ernsthafte Gedanken um seinen Kontrahenten Trooper Da Don machen. Gestählte Brust- und Bauchmuskeln, ein Bart, wie man ihn sonst nur vom Wrestlern kennt und jede Menge Tattoos - Legat zeigt bereits vor dem Kampf, was für ein Kerl in ihm steckt.

Auch bei den Zuschauern macht sich die Angst breit.

Trooper Da Don ohne Chance

Im Kampf selbst ließ Legat seiner geballte Ladung Testosteron (Er schrie bereits vor dem Einlauf fortwährend: „Ich will raus“) dann endgültig freien Lauf. Er prügelte wie wild auf Trooper Da Don ein, der bereits in Runde zwei wankte und sprichwörtlich in den Seilen hing. Letztlich siegte Legat verdient nach Punkten - und zwar deutlich!

Die Frage, die sich auch bei Twitter alle stellten: Ist der Ex-Bundesliga-Profi (243 Bundesligaspiele für Bochum, Bremen, Frankfurt, Stuttgart, Schalke) und Nationalspieler (immerhin ein Länderspiel für die U-21) auch sonst so ein Testosteron-Bär?

Sportlich war Legat fair - und privat?

In seiner Bundesliga-Karriere hatte er sich offensichtlich besser im Griff. In seinen 15 Jahren als Bundesligaspieler sah er 34 gelbe Karten, also etwa alle sieben Spiele eine. Das ist nicht sonderlich viel. Zudem flog er nur ein einziges Mal mit gelb-rot vom Platz.

Sportlich ist er also durchaus im fairen Rahmen unterwegs gewesen. Wie kommt es dann dazu, dass er im Vorfeld des Kampfes dermaßen aufgeladen war? Privat ist bekannt, dass Legat im Frühsommer 2007 auf einem Parkplatz eines Fastfood-Restaurants mit einem Samurai-Schwert gegen eine Gruppe Jugendliche gefuchtelt hatte - allerdings aus Notwehr.

Ansonsten scheint der Vater zweier Söhne im Privatleben ein durchaus angenehmer Zeitgenosse zu sein, was auch Kommentator Frank Buschmann bestätigte.

Einschaltquoten eher mau

Übrigens: Die ganz große Kulisse bot sich Melanie Müller, Torsten Legat und Co übrigens nicht.

Nur 990.000 Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren wollten sich das Spektakel ansehen, der Marktanteil lag bei schwachen 10,5 Prozent und damit sogar unter dem Senderschnitt von ProSieben.

Insgesamt schauten 1,54 Millionen Fernsehzuschauer zu, ein Marktanteil von 6,0 Prozent. Zum Vergleich: 2012 schauten noch 18,4 Prozent der Zuschauer zu, im vergangenen Jahr mit 14,7 Prozent immerhin noch doppelt so viele.

Ob Legat sich darüber aufregen wird?

(cb)

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