Eine Welle der Dunkelheit zieht um die Welt – und macht auch vor Köln nicht Halt.
Licht aus am Kölner DomWahrzeichen nimmt an weltweiter Klima-Aktion „Earth Hour“ teil

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Kerzenlicht für den Planeten: Weltweit wird es bei der «Earth Hour» nach und nach dunkel.
Kölner Dom wird dunkel! Was hinter der weltweiten Aktion steckt. Der Startschuss fiel am Abend in Neuseeland: Exakt um 20.30 Uhr Ortszeit erloschen in Auckland die Lichter am Sky Tower und an der Harbour Bridge. In der Hauptstadt Wellington hüllte sich auch das Parlamentsgebäude in Finsternis. Mit dieser Geste hat der Pazifikstaat die „Earth Hour“, die „Stunde der Erde“, eingeläutet.
Diese symbolische Welle erreicht später auch Europa. Dann werden berühmte Monumente verdunkelt, darunter der Kölner Dom und das Berliner Brandenburger Tor. Ebenso versinken das Kolosseum in Rom und Londons Big Ben für eine Stunde im Dunkeln.
Vom Pazifik bis nach Köln: Eine Stunde für die Erde
Die vom WWF ins Leben gerufene Klimaschutz-Initiative feiert 2026 bereits ihr 20. Jubiläum. Ihren Anfang nahm alles einst mit einer lokalen Kampagne in der australischen Metropole Sydney.
Seither hat sich die Aktion zu einer globalen Bewegung entwickelt. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, beteiligen sich mittlerweile mehr als 190 Staaten. Weltbekannte Wahrzeichen wie die Oper in Sydney, die Petronas-Türme in Kuala Lumpur oder die Christusstatue in Rio de Janeiro werden ebenfalls unbeleuchtet sein.
Doch es geht um viel mehr als nur das Sparen von Energie. „Wir wissen, dass es weit mehr braucht als eine Stunde, in der wir das Licht ausschalten, um einen messbaren Einfluss auf den Klimawandel zu haben“, wird auf der Webseite der „Earth Hour“ klargestellt. Die Aktion soll vielmehr das Bewusstsein für die Dringlichkeit des Themas stärken und die Menschen zu größerem Engagement motivieren.
WWF-Expertin: „Klimakrise gerät in den Hintergrund“
Viviane Raddatz, die als Klimachefin für den WWF Deutschland tätig ist, verlangt, dass der Schutz des Klimas wieder höchste politische Priorität erhält. „Aktuell gerät die Klimakrise angesichts der vielen globalen Herausforderungen immer wieder in den Hintergrund. Dabei verschwindet sie aber nicht – im Gegenteil: Sie verschärft viele dieser Krisen zusätzlich“, gibt die Expertin zu bedenken.
Die Veranstalter möchten daher so viele Menschen wie möglich dazu anregen, für 60 Minuten selbst aktiv zu werden. Der WWF schlägt hierzu zum Beispiel vor, Müllsammel-Aktionen auf die Beine zu stellen, eigenes Gemüse anzubauen oder sich einfach mal eine bewusste Auszeit zum Durchatmen zu nehmen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

