Burger King startet Revolution Gäste müssen wichtige Frage beantworten – erst dann gibt's das Essen

Im August startet Burger King eine neue Kampagne, ab jetzt sollen Kundinnen und Kunden am Verkaufstresen eine wichtige Frage beantworten, bevor sie ihr Essen bekommen können. 

Die Fastfood-Kette Burger King treibt seine Fokussierung auf fleischlose Alternativen weiter voran, seit jüngstem gibt es sämtliche Produkte auch in einer vegetarischen oder veganen Variante – und zwar im gesamten Land.

In Österreich war der Konzern den Schritt schon längst gegangen, „Normal, oder mit Fleisch?“ lautete der entsprechende Slogan zur Kampagne. In diesem Sommer ist Deutschland an der Reihe.

Burger King: Gäste müssen am Tresen wichtigste Frage beantworten

Burger King Austria hat die Kundinnen und Kunden bereits vor vollendete Tatsachen gestellt, dort wurden die rein pflanzlichen Produkte als das neue Normal deklariert. In diesen August-Wochen startet der Fastfood-Riese auch in Deutschland seine neue Kampagne, für die Kette nach eigener Aussage eine „Revolution“.

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Der Clou: Ab jetzt sollen Kundinnen und Kunden im ganzen Land am Verkaufstresen oder an den Bestellterminals gefragt werden, ob es ein klassischer Burger mit Rindfleisch – oder aber ein „plant-based“ Burger sein darf, der pflanzenbasiert ist. Egal ob Whopper, Cheeseburger oder Chicken-Sandwich, sie alle sind auch in einer Variante ohne Fleisch zu haben und kosten dasselbe. 

Das Ziel ist klar: Burger King will neue Kundinnen und Kunden gewinnen und auf der Veggie- und Flexitarier-Welle schwimmen: Seit Jahren steigt der Absatz von Fleischersatzprodukten, immer mehr Deutsche suchen Alternativen zu Rindfleisch, Schweinefleisch und Co. „Die Supermärkte sind längst voller pflanzenbasierter Ersatzprodukte und mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland ernährt sich flexitarisch“, sagt Klaus Schmäing, Director Marketing von Burger King Deutschland.

Burger King: Gäste sollen frei wählen können, ob mit oder ohne Fleisch

Vor 25 Jahren hat Burger King den ersten Veggie-Burger auf den Markt gebracht, jetzt wolle man die Strategie weiter vorantreiben. „Und auch heute sind wir es, die den nächsten bahnbrechenden Schritt gehen, der die Branche verändern wird“, so Schmäing. Zu diesem Schritt gehöre eben auch, dass die Gäste deutschlandweit frei wählen können, ob sie den Burger klassisch und mit Fleisch bestellen wollen.

Entwickelt wurden die neuen Rezepte und die gesamte Kampagne in Hannover, in der Zentrale von Burger King Deutschland. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 750 Restaurants.

Burger King: „Wollen auch die erreichen, die bisher nicht an uns gedacht haben“

„Wir wollen auch Kundinnen und Kunden erreichen, die sich vegetarisch und vegan ernähren und bisher nicht an Burger King gedacht haben, wenn sie etwas essen gehen. Und wir wollen den anderen, die nicht immer Fleisch brauchen, eine Wahl bieten“, sagt Danny Wilming gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, der die Markenführung im Unternehmen verantwortet.

Dabei sei eben wichtig, dass der Geschmack der alternativen Produkte nicht enttäuscht. Die pflanzenbasierten Pattys wurden vom Kooperationspartner The Vegetarian Butcher entwickelt. 2019 wurde so der Plant-based Whopper eingeführt, 2020 erste pflanzenbasierte Nuggets, im vergangenen Jahr wurde in Köln das erste Plant-based Restaurant eröffnet, das testweise für eine Woche nur die Alternativen verkaufte. In Wien hat im vergangenen Monat das erste komplett vegane Restaurant eröffnet.

Burger King: Jeder fünfte Whopper bereits fleischlos

Keine Frage: Der fleischlose Markt ist ein gigantischer, auch in Deutschland. Hierzulande ernähren sich mittlerweile acht Prozent der Menschen fleischlos oder bezeichnen sich als Veganer, ergibt der Ernährungsreport des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. 44 Prozent bezeichnen sich als Flexitarier, essen Fleisch also selten und achten auf besondere Qualität oder Herkunft.

Für die Fastfood-Ketten bietet sich hier also ein Milliarden-Markt, zumal die Systemgastronomie hierzulande Milliarden umsetzt: McDonald's liegt hier mit weitem Abstand vorn, erwirtschaftet einen Umsatz von knapp 3,5 Milliarden Euro, Burger King liegt bei einem Drittel dieser Summe. 

Doch wenn es um fleischlose Burger geht, ist Burger King dem Marktführer voraus: McDonald's hat derzeit nur zwei Burger in einer veganen Variante im Angebot. Das scheinen auch immer mehr Kundinnen und Kunden zu goutieren: Bei Burger King wird nach eigenen Aussagen jeder fünfte Whopper als pflanzenbasierte Variante verkauft. (mg)

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