In Köln-Bickendorf hat eine Werkstatt lichterloh gebrannt. Auch die FC-Ultras „Wilde Horde“ sind betroffen. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.
Feuerinferno in Köln-BickendorfHauptquartier der „Wilden Horde“ zerstört – Kripo ermittelt
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Feueralarm in Bickendorf! Nach ersten Informationen der Feuerwehr hat Samstagvormittag (16. Mai) an der Vogelsanger Straße eine Werkstatt/Lagerhalle in voller Ausdehnung gebrannt. Auch die WarnApp Nina löste aus.
Der Notruf ging um 9.31 Uhr ein. Der Brandort liegt in der Nähe der dortigen Schrottplätze. Zwei Löschzüge waren zunächst im Einsatz, wenig später waren es drei. Unterstützung kam zudem von Kräften der Freiwilligen Feuerwehr.
Alarm in Bickendorf: Auch FC-Ultras von Brand betroffen
Auch die „Wilde Horde 1996“ ist vom Feuer betroffen! Das Hauptquartier der Ultra-Fangruppe des 1. FC Köln befindet sich in direkter Nachbarschaft der brennenden Werkstatt und ist nach ersten Informationen offenbar komplett zerstört worden. Zunächst war unklar, ob die Flammen übergegriffen haben. Die betroffenen Gebäude wurden erheblich beschädigt und gelten laut Feuerwehr derzeit als einsturzgefährdet. Zur Unterstützung wurde das Technische Hilfswerk (THW) hinzugezogen.
Die „Wilde Horde“ hat seit Jahren ihre Zentrale an der Vogelsanger Straße. Ihre Busse, die am Samstag bereits auf dem Weg zum Auswärtsspiel des FC in München waren, sind nach Bekanntwerden des verheerenden Brandes direkt umgekehrt und zurück nach Köln gefahren.
Vor Ort liefen die Löscharbeiten auf Hochtouren. Im Bereich Vogelsanger Straße und Umkreis wurde vor Brandgasen gewarnt, es kam zu Geruchsbelästigungen und Rauchverwirbelungen in Bodennähe. Über Bickendorf stand eine enorme Rauchwolke. In mehreren Teilen von Ehrenfeld stank es nach verbranntem Plastik.
Die Feuerwehr appellierte, das betroffene Gebiet zu meiden, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten.

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Ausgebrannte Werkstatt in Köln-Bickendorf: In der oberen Etage war der Gruppenraum der „Wilden Horde“.
Um 12.32 Uhr kam über die WarnApp „Nina“ schließlich die Entwarnung. Nach rund drei Stunden konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Gegen 16 Uhr waren die Löscharbeiten weitgehend abgeschlossen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit bis zu 48 Fahrzeugen im Einsatz. Wie es zu dem folgenschweren Feuer gekommen ist, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Laut ersten Informationen der Polizei könnte das Feuer bei Schweißarbeiten in der Werkstatt ausgebrochen sein. (iri, chl)
