In Köln beginnt der Prozess gegen einen 21-jährigen Mann, der im vergangenen Jahr in eine Schülergruppe raste. Zwei Menschen starben.
Kind tot, Fahrer vor GerichtProzess in Köln: 21-Jähriger soll Klasse an roter Ampel erfasst haben

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Spurensuche vor Ort: Ein Jahr nach dem tödlichen Unfall an einer Kreuzung in Hürth beginnt vor dem Kölner Landgericht ein Prozess. (Archivbild)
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Ein furchtbares Drama, das eine ganze Region erschütterte: In Hürth wurde vor etwa einem Jahr eine Schulklasse von einem Auto erfasst. Die kleine Avin (†10) und Schulbegleiter Luis Paulo (†25) starben.
Am Montag (9.30 Uhr) beginnt der Prozess gegen den Fahrer vor dem Landgericht in Köln.
Anklage: Mit bis zu 57 km/h über rote Ampel
Dem heute 21-Jährigen werden fahrlässige Tötung in zwei Fällen und fahrlässige Körperverletzung in zwei Fällen zur Last gelegt. Das schreckliche Ereignis sorgte damals für Fassungslosigkeit und große Trauer.
Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Angeklagten, eine Ampel ignoriert zu haben, die bereits seit vier Sekunden Rot zeigte. Mit bis zu 57 Kilometern pro Stunde soll der damals 20-Jährige ungebremst in die Schar der Viertklässler gesteuert sein.
Die Gruppe der Kinder war mit Lehrkräften und Betreuern unterwegs, um bei Grün einen Zebrastreifen zu passieren. Der Wagen erwischte drei der Schüler sowie einen Schulbegleiter. Ein Kind und der Erwachsene verstarben, zwei andere Kinder erlitten Verletzungen.
Das Verfahren soll nun aufklären, wie es zu dem fatalen Zusammenstoß kommen konnte. Weil der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt als Heranwachsender eingestuft wird, steht die Anwendung von Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht zur Debatte.
Zunächst sind für den Prozess vier Verhandlungstermine bis zum 3. Juni geplant. (dpa/red)
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